Breitbandausbau im Kreis kommt voran
Bild: Neitemeier
Infokom-Geschäftsführer Andreas Poppenborg hat im Kreisausschuss über den Stand des Ausbau des Breitbandnetzes informiert.
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Unabhängig von der Frage der Genossenschaft steht nach Angaben des Geschäftsführers des Zweckverbands Infokom (Informations- und Kommunikationstechnik) und Prokuristen von Regio IT jetzt bereits fest: Durch die Breitband-Aktivitäten von Kreis und Kommunen ist in den vergangenen Monaten viel in Bewegung gekommen und erreicht worden.

Fragezeichen hinter der Genossenschaft

Nach Darstellung Poppenborgs müssen interessierte Netzbetreiber bis Ende der Woche erklären, wieviel Geld sie für die Nutzung einer von der noch zu gründenden Breitbandgenossenschaft der Kreise Gütersloh und Paderborn bereitgestellten Infrastruktur zu zahlen bereit sind. Denn das ist die Grundidee des Vorhabens: Die Genossenschaft verlegt dort, wo reguläre Anbieter das Investitionsrisiko nicht tragen wollen, Leerrohre und Glasfaserkabel und vermietet beides an Breitbandanbieter.

Im ersten Projekt geht es dabei um die Versorgung von elf Gewerbegebieten in Rheda-Wiedenbrück und einem in Marienfeld. „Die Angebote werden zeigen, ob die Genossenschaft unter wirtschaftlichen Aspekten Sinn macht“, sagte Poppenborg am Montag.

Ernüchterung macht sich breit

Die anfängliche Euphorie über das innovative Vorhaben ist bei dem IT-Experten einer gewissen Ernüchterung gewichen. Denn: „Beim Start haben alle Hurra geschrien, danach hat es aber wenig Unterstützung gegeben“, erklärte Poppenborg. Fördermittel fließen nicht in der erhofften Weise. Auch günstige Konditionen für eine Finanzierung der Investitionen in die Infrastruktur zeichnen sich nicht ab. Dabei hätte eine Genossenschaft laut Poppenborg den Vorteil, „dass jede Kommune frei über die Art und Weise ihres Mittuns entscheiden kann“.

Verschiedene Anbieter engagieren sich

Dass sich losgelöst von der Genossenschaft in Sachen Breitbandversorgung kreisweit schon viel getan hat und bis 2018 auch noch tun wird, hat Andreas Poppenborg im Kreisausschuss eindrucksvoll dokumentiert. Telekommunikationsanbieter wie beispielsweise die Telekom, Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia sowie private Investoren wie die Breitbandversorgung (BBV) Ostwestfalen engagieren sich und wollen immer mehr Haushalten und Firmen Datenleitungen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stellen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 27. April.

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