Breite Unterstützung für André Kuper
Bild: Neitemeier
Auf in den Landtag: (v.l.) der CDU-Kreisvorsitzende Ralph Brinkhaus mit dem frisch gekürten Kandidaten André Kuper sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Elisabeth Witte und Klaus Dirks.
Bild: Neitemeier

Sechs Mitglieder stimmten mit Nein. Einen weiteren Bewerber gab es nicht. Kuper versprach: „Ich werde mein Bestes geben.“ Fachwissen und „eine gehörige Portion Menschlichkeit“ will der neue Mann in die Landtagsarbeit einbringen.

Dass Kuper den Sprung von der Ems an den Rhein schafft, gilt angesichts des „schwarzen“ Wahlkreises 96 mit den Kommunen Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl als sicher. Der 51-Jährige löst den Rietberger Dr. Michael Brinkmeier (44) ab, der vor gut einer Woche nach zwölf Jahren im Düsseldorfer Parlament überraschend seinen Rückzug erklärt hatte.

Dreimal hat der Physiker, der gestern Abend verhindert war, das Direktmandat gewonnen, zuletzt 2010 mit 52,9 Prozent der Stimmen vor Jochen Gürtler (SPD, 25,7 Prozent). Der CDU-Kreisvorsitzende Ralph Brinkhaus dankte Brinkmeier ausdrücklich für seine engagierte Arbeit.

Einsatz für den ländlichen Raum

André Kuper ist ein Mensch, der schnelle Entscheidungen, wie sie in der Politik oft nötig sind, nicht scheut. Dass hat er in den jüngsten Tagen ebenso bewiesen wie 1997, als ihm von jetzt auf gleich das Bürgermeisteramt in Rietberg angetragen wurde. Die bei dieser Arbeit gemachten Erfahrungen will er in den Landtag einbringen. Oben an steht das finanzpolitische Wissen. Kuper geißelte gestern die Schuldenpolitik von Rot-Grün und die Bevorzugung der Ballungszentren. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass der ländliche Raum nicht weiter unter die Räder kommt“, versprach der 51-Jährige.

Am 13. Mai gehe es um die Zukunft der Kommunen und ihrer Menschen. Wenn Bäder geschlossen und Zuschüsse für Jugendhäuser gestrichen werden müssten, steige die Politikverdrossenheit und nehme das ehrenamtliche Engagement ab. Kuper versprach, im Wahlkreis und in Düsseldorf ein zuhörender Abgeordneter und ein hartnäckiger Ansprechpartner zu sein. – Die CDU-Basis dankte es ihm vorab schon mal mit herzlichem Beifall.

Mehr zu diesem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Gllocke“ vom 28. März.

SOCIAL BOOKMARKS