CDU: Doppmeier und Schaefer nominiert
Bild: Neitemeier
Kämpfen gemeinsam für einen Politikwechsel in Düsseldorf: (v. l.) CDU-Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann war am Montagabend eigens nach Gütersloh gekommen, um seiner Stellvertreterin Ursula Doppmeier bei ihrer erneuten Wahl zur Landtagskandidatin den Rücken zu stärken. Das gelang überzeugend und freute auch den CDU-Kreisvorsitzenden Ralph Brinkhaus.
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Ursula Doppmeier (59) tritt zum vierten Mal an und will wie 2005 und 2010 das Direktmandat in Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz gegen Hans Feuß von der SPD holen. 2000 war die Realschullehrerin erstmals über die Reserveliste in das Landesparlament gekommen.

Zum ersten Mal geht – als Nachfolger von Günter Koz–lowski und als Kontrahent von Georg Fortmeier (SPD) – Hendrik Schaefer aus Halle (37, Bild) im Norden des Kreises (Wahlkreis 94) ins Rennen. Der Landwirt und Fraktionschef in der Lindenstadt wurde ebenfalls am Abend in der Stadthalle Gütersloh nach einer überzeugenden Vorstellung eindrucksvoll nominiert. Einen Gegenkandidaten hatte auch er nicht. 72 von 73 Mitgliedern votierten für Schaefer (eine Gegenstimme).

Fraktionschef Laumann in Gütersloh

Bei seinem Kurzbesuch in der Kreisstadt forderte Laumann alle CDU-Mitglieder auf, „gemeinsam für einen Politikwechsel in Düsseldorf zu kämpfen“. Er wie auch Ursula Doppmeier und Hendrik Schaefer geißelten vor dem Hintergrund vermehrter Steuereinnahmen insbesondere die als präventive Finanz- und Sozialpolitik bezeichnete Verschuldensstrategie von Rot-Grün. Doppmeier: „Damit legen wir unseren Kindern und Enkelkindern Ketten an.“

Die Umsetzung des Schulkonsenses und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen sind für Laumann weitere Schwerpunkte des Wahlkampfs. „Wenn Kommunen nicht mehr selbst agieren können und nur noch am Gängelband des Landes hängen, werden sich Bürger ehrenamtlich nicht mehr engagieren“, orakelte der Fraktionschef.

Medizinische Fakultät in Bielefeld

Laumann und Doppmeier traten vehement für eine medizinische Fakultät an der Uni Bielefeld, für hochwertige Kinderbetreuung sowie für die Fortführung von Infrastrukturprojekten (wie die Umgehungsstraße in Friedrichsdorf) ein. Die Gütersloherin versprach zudem, künftig – trotz vieler Aufgaben in Düsseldorf – verstärkt in den Kommunen des Wahlkreises präsent zu sein.

Der CDU-Landtagskandidat für den Südkreis wird am Dienstagabend um 19 Uhr in der Stadthalle Gütersloh nominiert. Einziger Bewerber bisher ist Rietbergs Bürgermeister André Kuper.

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