DRK-Helfer 5571 Stunden im Einsatz
Bild: Bitter
Verantwortung trugen beim Hochwassereinsatz an der Elbe: (v. l.) Zugführer Sascha Wittenborg, die Rotkreuzleiterin von Rheda-Wiedenbrück, Klaudia Ellebracht, der Rotkreuzbeauftragte Jürgen Strathaus, der stellvertretende Kreisrotkreuzleiter Michael Ossenkemper sowie die Zugführer Kai Zimmermeier und Michael Sellemerten nach ihrer Rückkehr in den Kreis Gütersloh.
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Die gesamte Einsatzeinheit von Nordrhein-Westfalen war an sieben Tagen immer mit 33 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und einem von insgesamt drei Ärzten des Städtischen Klinikums Gütersloh besetzt. Sie war – wie berichtet – am Samstag, 8. Juni, vom DRK-Zentrum am Bühlbusch in Verl ausgerückt und kehrte wohlbehalten am vergangenen Freitag um 18.20 Uhr am DRK-Zentrum an der Schwedenschanze in Rheda-Wiedenbrück zurück. Schon im Vorfeld hatten Rotzkreuzkräfte das Abrücken der Feuerwehrbereitschaft Gütersloh mit Lunch-Paketen, Getränken und Feldbetten vorbereitet.

Kinder malen Dankeschön-Bilder

Die im Wechsel vor Ort verantwortlichen Zugführer Sascha Wittenborg aus Verl, Marco Oesterwinter aus Schloß Holte-Stukenbrock, Markus Ruse aus Herzebrock-Clarholz sowie Kai Zimmermeier und Michael Sellemerten aus Mastholte berichten übereinstimmend von einer großen Warmherzigkeit der betroffenen Bevölkerung. In Schönebeck blieb ihr das Schlimmste erspart, nämlich der Bruch des bereits rissigen Schutzdamms.

An den Gartenzäunen hingen Schilder „Wir danken Euch“. Kindergartenkinder malten ein Dankeschön-Bild und gaben es dem stellvertretenden Kreisrotkreuzleiter Michael Ossenkemper. Die harte Arbeit der heimischen Helfer bestand darin, der Feuerwehr, dem Technischem Hilfsdienst und der Deutscher Lebensrettungsgesellschaft beim Abfüllen und Verbauen von Sandsäcken den Rücken frei zu halten.

Nagel-Kühlwagen war sehr hilfsreich

900 bis 1000 Menschen galt es zeitweilig aus drei Feldküchen – eine davon aus dem Kreis Gütersloh – zu versorgen. Als besonders wertvoll erwies sich bei dem schwülem Klima der (einzige) Kühlwagen, den die Spedition Nagel aus Versmold bereitgestellt hatte. Zelte waren zu errichten, eine Schule auf vier Etagen mit Feldbetten auszustatten.

Der Sanitätsdienst war bei 191 Hilfeleistungen gefragt. Zumeist handelte es sich beim kontaminierten Flutwasser um schnell entzündliche Insektenstiche. Sechs Betroffene wurden ins Krankenhaus gebracht. Rotkreuzbeauftragter Jürgen Strathaus resümiert: „Die Praxis hat gezeigt: Wir sind mit der Ausbildung auf dem richtigem Weg.“

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