Decken müssen deutlich verstärkt werden
Baustellentermin mit den Architektinnen: (v. l.): Birgit Melisch, Güterslohs Stadtarchivar Stefan Grimm, Anke Dreier (Leiterin der Abteilung Gebäudewirtschaft beim Kreis Gütersloh), Architektin Annika Hubold und Kreisarchivar Ralf Othengrafen. Im nächsten Sommer wollen Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh in das umgebaute Gebäude der ehemaligen Regenbogenschule an der Moltkestraße in Gütersloh umziehen.

Den flachen Anbau, den Zugang zu den Toiletten sowie die Brücke zwischen Alt- und Anbau im ersten Geschoss haben die Mitarbeiter des Bauunternehmens Dahlkemper bereits abgerissen. Die Firma aus Rheda-Wiedenbrück hat den Auftrag erhalten, nach den Plänen des Büros Melisch Architekten (Gütersloh) aus der bisherigen Schule ein Gebäude zu machen, in das sowohl das Kreis- als auch das Archiv der Stadt Gütersloh einziehen können.

Ehemalige Regenbogenschule wird zum Archivgebäude

Nach den Abbrucharbeiten ist auf dem ehemaligen Schulhof damit begonnen worden, das Erdgeschoss des Stelzenbaus zuzumauern: Bei seiner Errichtung war der neue Klassentrakt auf Stützen gestellt worden, um die dringend benötigte Schulhoffläche zu erhalten. Dieses Gebäude wird künftig das Magazin, in dem Archivalien lagern.

„Als nächstes werden wir den Bau dicht machen“, erläutert Annika Hubold. Die Diplom-Architektin betreut das Bauvorhaben des Kreises Gütersloh, für das die Politik 2,5 Millionen Euro bereitgestellt hat. Danach folgen Fahrstuhl und der neue Verbindungstrakt zwischen Alt- und Anbau. Spektakulär, kündigt Hubold an, werde es auf der Baustelle, wenn man die Decken des künftigen Archivs verstärke. Per Kran würden dann große Stahlträger eingeschwenkt, die den Decken im Anbau die nötige Tragkraft verschaffen sollen: Bei Rollregalen muss sie 1,25 Tonnen pro Quadratmeter betragen. Für Klassenräume waren 500 Kilogramm ausreichend.

Umzug soll im Sommer erfolgen

Im historischen Schulgebäude werden sich nach Angaben des Kreises künftig die Büros, die öffentlichen Bereiche wie Präsenzbibliothek, Nutzerraum und Arbeitsräume befinden. Auch die Werkstatt, Lagerräume und Sozialräume kommen dort unter. Die Toiletten werden im Keller untergebracht, dann aber von innen erschlossen.

Während sich der Anbau derzeit komplett entkernt präsentiert – sämtliche Trockenbauwände wurden entfernt –, ist im vorderen Gebäude bereits die künftige Raumstruktur erkennbar: So sind Durchbrüche geschaffen worden, die Nutzerraum und Präsenzbibliothek verbinden beziehungsweise Sichtachsen zwischen Aufsicht und der Bibliothek ermöglichen. Im Sommer sollen Stadt- und Kreisarchiv das umgebaute Haus an der Moltkestraße beziehen.

Kreis und Stadt machen gemeinsame Sache

Zwei Archive unter einem Dach, die Bereiche wie die Präsenzbibliothek gemeinsam nutzen. Eigentümer der Immobilie und Bauherr ist der Kreis Gütersloh, die Stadt zieht als Mieter mit ein. Frei für eine Nutzung durch Dritte ist das Obergeschoss. Auslöser der Überlegungen, ein gemeinsames Archiv zu errichten, waren – wie mehrfach berichtet – Platzprobleme des Gütersloher Stadtarchivs und der Verkauf des Hauses des Bauern in Rheda-Wiedenbrück durch die Landwirtschaftskammer an den Caritasverband im Kreis: Das dort untergebrachte Kreisarchiv muss Mitte 2018 ausziehen.

SOCIAL BOOKMARKS