Demokratie als Bildungsauftrag 
Mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dürfen sich aktuell 21 Schulen im Kreis Gütersloh schmücken. Die Bildungseinrichtungen sehen die Vermittlung von Demokratie als ihren Bildungsauftrag.

Eine Thematik, die aktueller denn je ist – das zeigte bereits Dr. Norbert Kreutzmann als Leiter des Bildungsbüros Kreis Gütersloh in seiner Begrüßung auf. 

42 Fachkräfte aus dem Bereich Schule, Kindergarten und Sozialarbeit nahmen an der Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus teil. Bildung, Partizipation und Respekt vor anderen sind laut Roth die zentralen Voraussetzungen für eine demokratische Gesellschaft. 

Der Bildungsauftrag bestehe daher nicht nur in der Vermittlung von Fachwissen, sondern ganz entscheidend auch im Leben und Lernen einer demokratischen Schulkultur. Durch die Beteiligung an Entscheidungsprozessen im Schulalltag lernten Kinder und Jugendliche demokratische Strukturen kennen. Das trägt laut Roth zur Entwicklung der Urteilskraft und Reife bei. Respekt vor kultureller Vielfalt und Individualität helfe, Vorurteile abzubauen und so Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorzubeugen. 

In einigen kurz dargestellten wissenschaftlichen Untersuchungen zeigte Roth positive Auswirkungen auf: Die schulischen Leistungen werden nachweislich besser. Und in der Schule geschieht weniger Mobbing. „Projekte der Partizipation und frühzeitigen Beschäftigung mit Themen wie Ausgrenzung und Diskriminierung, Teilhabe und Toleranz für Vielfalt sind deshalb wichtige Elemente der Präventionsarbeit in Schulen“, betonte Manuel Erdmeier, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums. 

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist dabei ein Projekt, mit dem Schulen sich einen Schwerpunkt in dieser Arbeit auf die Fahnen schreiben können. „Im Kreis Gütersloh gibt es derzeit 21 Schulen, die diesen Titel tragen dürfen“, erklärte Sabine Heidjann, die das Projekt für den Kreis Gütersloh koordiniert. Lehrkräfte und auch zwei Schulsprecher des Berufskollegs Halle vertieften den Vortrag mit vielen praktischen Ideen und Projektbeispielen. 

Im Anschluss fand eine virtuelle Diskussionsrunde statt. Wenn Schule zu einem demokratischen Bildungsort werde, können Kinder und Jugendliche lernen, mit Schieflagen umzugehen, Konflikte produktiv auszutragen und gemeinsam Lösungen zu finden.

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