Deponien für regenerative Energie nutzen
Bild: Neitemeier
Nach der Abdichtung könnte auf der Deponie Westerwiehe II eine Photovoltaikanlage Platz finden.
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Die Abfallwirtschaftsgesellschaft der Kreises (GEG) hat bereits im Entsorgungszentrum Ennigerloh in Sonnenenergie investiert. Für Geschäftsführer Rüdiger Klei ist die rekultivierte Deponie Westerwiehe I „nicht gut ausgerichtet“, im Gegensatz zu Westerwiehe II.

Vor diesem Hintergrund stellte Liane Fülling (SPD) fest: „Es passiert schon etwas in der GEG. Was soll der Antrag von CDU und FDP noch bewirken?“ Ulla Ecks (SPD): „Wir unterstützen die bisherigen Bemühungen. Deshalb brauchen wir die Verwaltung nicht mehr zu bitten.“

Nicht nur Photovoltaik im Blick

Dr. Heinz-Josef Sökeland (CDU) kam es darauf an, die Aufmerksamkeit auf die Altdeponien insgesamt zu richten, weil sie anderweitig nicht verwendbar seien. Dr. Sökeland: „Wir wollen die Flächen vermarkten. Ein Investor muss beurteilen, ob es sich lohnt.“ Vielleicht gebe es aufgrund verbesserter Technik auch eine Chance für Westerwiehe I, „wenn wir die Flächen auf dem freien Markt großzügig anbieten“, meinte der CDU-Politiker. Arnold Weßling (CDU) sagte für die Landwirte: „Das macht Sinn. Wir nehmen die Flächen niemandem weg und nutzen sie nachhaltig.“

Hohe Investitionen

Thorsten Schmolke (Grüne) brachte zusätzlich ein Windrad für Westerwiehe ins Gespräch. Angesichts von Tongruben, Ziegelei und Altdeponien könne man dort nicht mehr von „Verspargelung“ der Landschaft reden. Nach der im Sommer abgeschlossenen Abdichtung von Westerwiehe II will Klei an die Ausschreibung für eine Photovoltaikanlage gehen. Zwar werde die Solartechnik eher billiger, aber die notwendige Aufständerung teurer. Geschätzt seien Kosten von 2,5 Millionen Euro, erläuterte er.

Vor der Ausführung müsse eine Genehmigung entweder nach Bau- oder nach Abfallrecht erfolgen, berichtete Klei. Der GEG-Geschäftsführer rechnet mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten. Danach will er auf der Altdeponie in Halle-Künsebeck die Sonnenstrahlen einfangen.

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