Die Treibjagd-Saison hat begonnen
Bild: Neitemeier
Die Zeit der Treibjagden im Kreis Gütersloh hat begonnen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Gebot der Stunde.
Bild: Neitemeier

In Zusammenarbeit mit der Unteren Jagdbehörde des Kreises gibt die Kreisjägerschaft Gütersloh im Folgenden Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Jagd. „Zeit der Gesellschaftsjagden“, so nennt der Gesetzgeber die Monate von Oktober bis Januar. Darunter versteht man alle Jagdarten, an denen mehr als vier Personen beteiligt sind. Diese Formen werden im vorwiegend von Niederwild geprägten Kreis Gütersloh am häufigsten praktiziert.

Sinn und Ziel der Jagd ist laut Kreisjägerschaft, „den Zuwachs der Population durch Hege sowie Schon- und Setzzeiten zu reglementieren“. Es gehe im Besonderen darum, die Lebensverhältnisse von Tieren und Pflanzen in den Biotopen im Gleichgewicht zu halten. Nachhaltigkeit sei das Stichwort – praktiziert durch verantwortliches Jagen in Abstimmung mit vielfältigen Natur- und Biotopschutzmaßnahmen.

Rücksichtnahme ist das Gebot der Stunde

Die gesamten Grundflächen einer Gemeinde, die nicht zu einer Eigenjagd (Mindestgröße 75 Hektar) gehören, bilden einen gemeinschaftlichen Bezirk, wenn er im Zusammenhang mindestens 150 Hektar umfasst. Die Grundstückseigentümer (in den meisten Fällen Landwirte) bilden eine Genossenschaft, die ihr Gemeinschaftsjagdrecht in der Regel entgeltlich verpachtet.

Auf folgenden Flächen, auch „befriedete Bezirke“ genannt, gibt es in der Regel keine Jagd: Gebäude, Hofräume und Gärten, die an ein Haus anschließen und durch Einfassungen begrenzt sind, Friedhöfe, Autobahnen, Kleingartenanlagen und geschlossene Wohnbereiche sowie Wild-Schaugehege.

Vor allem in Stadt- oder Gemeindenähe kommt es während der Gesellschaftsjagden zu vielen Begegnungen zwischen Waidmännern und Nicht-Waidmännern. Auch wenn die Jagd in diesen sensiblen Bereichen erlaubt sei, sei der Jäger aufgrund der Empfindlichkeit von Bürgern gut beraten, mit seinem Recht verantwortungsvoll umzugehen, so die Kreisjägerschaft.

Mehr zu dem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 3./4. Oktober

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