Dorfladen in Liemke im Gespräch
Für Liemke im Einsatz: (v. l.) Edmund Jürgenliemke, Markus Fleiter, Frank Runschke, Werner von Seggern, Christoph Füchtemeier, Philipp Teutrine, Karl-Heinz Brüggemann, Sandra Marxkord, Ralf Schöppner, Günter Kerstingtombroke, Silke Sykora, Hans-Helmut Nolte, Halke Lorenzen und Karin Rüterbories.

Zahlreiche Interessierte waren am Samstag zur Präsentation der vorläufigen Ergebnisse ins Pfarrheim St. Joseph gekommen. Viele Liemker brachten sich in die Diskussionen ein, so dass die Veranstaltung nahezu vier Stunden dauerte.

Die Vorschläge der Teilnehmer wie zum Beispiel eine Kneipp-Anlage, ein Wasserspielplatz und vieles mehr werden im nächsten Werkstattgespräch – voraussichtlich im Juli – von den Planern berücksichtigt und ins Gesamtkonzept aufgenommen.

Zurzeit sehen die Vorschläge für wünschenswerte Maßnahmen in Liemke im Bereich Wohn- und Wohnumfeldqualität wie folgt aus: Baulücken in den Siedlungsteilen konsequent nutzen; dichtere Wohnbebauung im Ortskern; Neugestaltung des Dorfplatzes mit Verkehrsberuhigung; Lückenschlüsse im Rad- und Fußwegenetz; Überquerung der Kaunitzer Straße an vielen Stellen erleichtern; sicherer Fuß- und Radweg an der Helleforthstraße; Ergänzung der Straßenbeleuchtung; und barrierefreie Gestaltung der Bushaltestellen in Verbindung mit Überquerungshilfen.

Im Bereich der Erhaltung und Pflege der besonderen Kulturlandschaft der Senne werden Erlebniswege durch die Waldstücke vorgeschlagen. Die sozialen Versorgungsangebote für alle Bürger könnten laut Planer mit der Gestaltung des Schulhofs als einem offenen Platz für gemeinschaftliche Aktivität erweitert werden.

Außerdem sollten sichere Überquerungsmöglichkeiten entlang der Kaunitzer Straße geschaffen und das Rad- und Fußwegenetz ergänzt werden. Auch wäre eine Vernetzung der Vereine sinnvoll.

Für großes Interesse und Diskussionsstoff sorgte die ausführliche Vorstellung eines Bürgerladens. „Dieses Projekt ist eine dorfgemeinschaftliche Herausforderung“, sagte Lorenzen.

Auch wenn die rund 1000 Haushalte in Liemke auf den ersten Blick für den Dorfladen als attraktive Grundversorgung in unmittelbarer Nähe sprächen: Viele Menschen würden sich aufgrund der weiten Entfernung zum Ortskern automatisch ins Auto setzen, um zum Einkaufen zu fahren. Denkbar sei, dass sie dann nicht den Bürgerladen, sondern wie gehabt die Supermärkte ansteuerten. Aus wirtschaftlichen Gründen sei der Dorfladen deshalb nur sinnvoll, wenn die Liemker voll dahinter stünden.

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