Drei Lastwagen auf dem Weg nach Rumänien
Bild: Steinecke
Spielzeug und vieles mehr für arme Kinder in Rumänien: Dennis Degener überreicht seine Spenden an Peter Wortmann von der Feuerwehr Spexard.
Bild: Steinecke

So ist es möglich, dass am zweiten Weihnachtsfeiertag drei randvoll gefüllte Lastwagen nach Satu Mare, Podu-Cosnei und Vatra Donei in Rumänien auf die Reise geschickt werden konnten. Mit zehn Mitarbeitern der Feuerwehr Spexard und zahlreichen Helfern von Hütti’s Balkanhilfe wurde der mehrere Stunden dauernde Ansturm bewältigt.

Große Hilfsbereitschaft am Weihnachtsfeiertag

Eigentlich hätte Günter Hüttenhölscher noch mehr Sattelschlepper benötigt, um die Hilfsgüter zu transportieren. Heiligabend waren ihm noch zwei Fahrzeuge angeboten worden. Zu spät, um die Formalitäten abzuwickeln. „Schade aber wir lagern den Rest jetzt erst einmal ein“, sagte Günter Hüttenhölscher gestern und schaute mit einem zufriedenen Lachen unter seiner roten Weihnachtsmütze hervor.

Kaum hat er Zeit für ein kurzes Gespräch gefunden, da ist er auch schon wieder gefragt. Dieses Mal von Güterslohs Bürgermeisterin Maria Unger. Die überreicht Hütti einen Umschlag mit etwas Spritgeld. Den Betrag kann Hüttenhölscher gut für die Mautgebühren gebrauchen. 1460 Euro kommen da für die drei Fahrzeuge zusammen.

Jede Spende ist willkomen

Aber auch für den Fall, dass an einem der Grenzübergänge wieder einmal außerordentliche Gebühren fällig werden, kann das Geld hilfreich sein. Insgesamt legen die Lastwagen 7200 Kilometer zurück. Podu-Cosei und Vatra Dornei liegen in den Karpaten auf 1500 Meter Höhe und sind bereits eingeschneit. Schneeketten gehören deshalb zur absoluten Pflichtausrüstung. Und wenn es mal doch nicht weitergeht, ist Geduld gefragt. „Wir haben ja eine Standheizung und solange genügend Diesel im Tank ist …“, erzählt Fahrer Bernhard Gertoberens.

„Ich bin jedesmal froh, wenn alle wieder heil zurück sind“, sagt Hüttenhölscher nickend im Vorübergehen. Dann ist er wieder im Gewimmel verschwunden. Georg Große-Heilmann kommt mit einem Kinderfahrrad, das ihm Löschzugführer Alex Füller abnimmt. Große-Heilmann hat das Rad extra auf Hochglanz poliert und ihm zwei neue Decken spendiert.

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