Drei Monate nach Eröffnung: A33 sackt ab

Gefährlich sei die Bodenwelle für Autofahrer aber nicht, sagt Sven Johanning von Straßen.NRW. „Man spürt sie zwar, aber sie erstreckt sich über mehrere Meter“, sagt er „In etwa wie eine Mulde.“

Problem seit Wochen bekannt

Straßen.NRW sei bereits vor einigen Wochen auf das Problem aufmerksam geworden. Ein Spezialfahrzeug sei eingesetzt worden, um die sogenannte Ebenhaftigkeit zu überprüfen.

Mitarbeiter der Autobahnmeisterei nahmen Vermessungen vor. „Wir haben dann beobachtet, ob die Straße noch weiter absackt. Aber das war nicht der Fall. Deswegen gehen wir davon aus, dass es erst einmal bei zehn Zentimetern bleibt.“

Warnschilder aufgestellt

Die Mitarbeiter haben an der Stelle, an der in Fahrtrichtung Halle Tempo 120 erlaubt ist und in die Gegenrichtung kein Tempolimit gilt, Warnschilder aufgestellt. „Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit an der Stelle anpassen“, sagt Johanning.

Wie es dazu kommen konnte, ist für den Landesbetrieb bisher noch ein Rätsel. „Als wir die Autobahn abgenommen haben, war davon noch nichts zu erkennen“, sagt Johanning. Erst als die Lastwagen und Autos über den Asphalt gerollt seien, sei die Fahrbahn abgesackt.

Ursache muss noch geklärt werden 

Derzeit ist Straßen.NRW im Gespräch mit der zuständigen Baufirma. Zu klären ist, wie es zu dem Mangel kam. „Die Firma muss uns dann einen Sanierungsvorschlag machen“, sagt Johanning. Wann und in welchem umfang die Sanierung laufe, könne man noch nicht abschätzen. Dafür sei die Baufirma zuständig.

Auch wenn es immer mal vorkommen könne, dass nach der Eröffnung einer Autobahn Nachbesserungen gemacht werden müssten – dass die Fahrbahn nach so kurzer Zeit absacke, sei noch nicht vorgekommen, sagt Johanning.

Auf den Lückenschluss der A 33 zwischen Halle und Borgholzhausen habe das Ganze aber keine Auswirkung, sagt Sven Johanning. Der Freigabe-Termin sei nach wie vor für Ende dieses Jahres anvisiert. „Der Streckenbau ist abgeschlossen“, sagt der Sprecher von Straßen.NRW. Jetzt fehlten aber noch zum Beispiel die Fertigstellung der Lärmschutzwände, die Elektroverkabelung und die Fahrbahnmarkierungen. „Es gibt also noch einiges zu tun“, sagt Johanning.

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