„Ein Ansporn zum Weitermachen“
Liemke wurde für „die beste Präsentation“ beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geehrt. Daran hatte auch die historische Dresch-Gemeinschaft ihren Anteil, die ihr Können vorführte.

Freude herrscht in beiden Stadtteilen über die Sonderpreise, die mit je 1200 Euro dotiert sind. Das Geld kommt vom Kreis (200 Euro) sowie von der Spadaka (1000 Euro). Es soll in die Dorfentwicklung fließen.

Für die Stadt waren Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU) und Silke Sykora bei der Preisverleihung dabei. Sykora begleitet im Rathaus die Dorfentwicklung in beiden Orten. „Wir hatten auf eine Platzierung gehofft, doch die Konkurrenz war gut, das muss man zugeben“, sagte Silke Sykora. Für Liemke, wo die Dorfentwicklung noch in den Kinderschuhen stecke, sei es vielleicht gar nicht verkehrt, dass nicht gleich bei der ersten Wettbewerbsteilnahme eine Top-Drei-Platzierung herausgesprungen sei. „Jetzt haben die Liemker die Chance, sich ohne übergroßen Erwartungsdruck zu steigern.“

Liemke war mit einer zehnköpfigen Abordnung nach Spexard gereist. Frank Runschke, Karl-Heinz Brüggemeier, Manfred Vorderbrüggen, Margret Fromme-Ruthmann, Ralf Schöppner, Edmund Jürgenliemke, Günter Kerstingtombroke, Michael Biedermann, Markus Freitag und Werner von Seggern trugen alle schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „Original Liemker“.

Manfred Vorderbrüggen sagte, die Hoffnungen auf eine bessere Platzierung seien vielleicht „etwas vermessen“ gewesen. Erfreulich sei das dicke Lob dafür, wie sich Liemke der Jury präsentiert habe. „Das Ganze ist ein Ansporn zum Weiterzumachen. Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Vorderbrüggen. Gewünscht hätte er sich präzisere Ausführungen, was der Bewertungskommission gut gefallen habe und wo sie Handlungsbedarf sehe.

Aus Stukenbrock-Senne nahmen Hermann-Josef Brummelte, Roswitha Auster, Denise Pfeiffer-Hachmann, Gerd Müller, Julia Wulf, Holger Gebauer und Karl-Heinz Kleinemeier an der Zeremonie teil. Beim Wettbewerb vor drei Jahren war Senne auf Rang drei gelandet.

Zehn Teilnehmer gab es beim Dorfwettbewerb im Kreis Gütersloh. Fünf landeten auf dem Podium, weil Rang zwei und drei doppelt vergeben wurden. Für die übrigen fünf gab es je einen Sonderpreis. Stukenbrock-Senne erhielt ihn „für die vorbildliche Umsetzung des Themas ,Ems‘ durch die Ems-Erlebniswelt, den Ems-Erlebnisgarten, die Emsquellen und den Ems-Erlebnisweg.“ Liemke wurde bedacht „für die herausragende Präsentation der Vereinsaktivitäten und Projekte während der Rundfahrt.“

Das Ergebnis jetzt sei „keine Enttäuschung, ganz im Gegenteil“, sagte Hermann-Josef Brummelte. Was vom Senner Dorfentwicklungskonzept seit 2008 verwirklicht worden sei, sei von der Jury honoriert worden. „Und es ist doch klar, dass wir nicht alles auf einmal schaffen können.“ Brummelte abschließend: „Wir freuen uns sehr über den Sonderpreis.“

Aus dem Jury-Bericht über Stukenbrock-Senne:

Zur Ems-Erlebniswelt: „Mit der Umgestaltung des alten Pfarrhauses zur Ems-Erlebniswelt wurde eine überregionale Attraktion geschaffen, die sich positiv auf die Naherholung, den Tourismus und die heimische Gastronomie auswirkt. Die Resonanz der vielen Besucherströme in der Ems-Erlebniswelt und dem Erlebnisgarten zeigten, dass dieses Projekt die Zukunft des Ortes fördert.“

Zum Gewerbe: „Stukenbrock-Senne hat noch viel Potenzial, sich wirtschaftlich zu stärken.“ Zur Baugestaltung: „Erfreulich ist, dass das Pfarrhaus als das im Dorfkern älteste Gebäude vor dem Abriss bewahrt werden konnte.“

Zum Drei-Generationen-Hof der Familie Gees: „Der Hof ist ein positives Beispiel für Gebäudeerhaltung.“

Zum Neubaugebiet am Lippstädter Weg: „Den sich bietenden Möglichkeiten des Umfelds nicht gerecht wird der neue Lückenschluss der Bebauung entlang des Lippstädter Wegs. Die Gestaltung der Gebäude ist zum überwiegenden Teil als nicht regionaltypisch einzustufen. Die Bewertungskommission empfiehlt, eine Beratung zur Grüngestaltung der Vorgärten anzubieten.“

Zum Hubertusweg: „Die neue Straßenführung zeigte eine gelungene Veränderung im Ort.“

Zum Ems-Erlebnisweg: „Das Projekt sowie dessen Gestaltung und Umsetzung ist sehr positiv zu bewerten.“

Zum Kirchplatz: „Der Jägerzaun sollte ersatzlos entfernt werden.“

Aus dem Jury-Bericht über Liemke:

Zur Begrüßung der Bewertungskommission auf dem Hof Berenbrinker: „Es war beeindruckend, wie viele Menschen gekommen sind und sich für ihren Ort engagieren.“

Zu den ortsansässigen Unternehmen: „Da die Inhaber oft in Liemke wohnen, ergibt sich eine starke Verbundenheit mit diesem Ortsteil, die in einem großen Engagement zum Ausdruck kommt. Die Wirtschaft in Liemke hat viele Facetten und zeigt ein sehr engagiertes Dorf mit sicherer Zukunft.“

Zum sozialen und kulturellen Leben in dem Ortsteil: „Liemke gestaltete die beste Präsentation im Jahr 2011. Der außergewöhnliche Einsatz aller Bürger wurde sichtbar, und die gute Stimmung vermittelte der Bewertungskommission den Eindruck einer sehr engagierten Dorfgemeinschaft. Die bemerkenswerte Blumendekoration zeigte die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Ortsteil.“

Zum Dorfplatz: „Der Bereich vor der Kirche soll neu gestaltet werden. Hier wird deutlich angeregt, den Charakter des Platzes nicht stadtgleich zu gestalten und das Element einer dörflichen Grüngestaltung einzusetzen.“

Zur Baugestaltung: „Dafür wird empfohlen, gerade bei energetischen Gebäudesanierungen auf die Bau- und Fassadengestaltung zu achten.“

Zur Grüngestaltung: „Die Bewertungskommission empfiehlt, sich am Haus der Schützenbruderschaft sowie am Kirchplatz professionelle Hilfe zu holen, um die Gebäude noch schöner einzugrünen.“

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