Ein Schlaraffenland für Autoschrauber
Bild: Ibeler
An der Schrottpresse bekommen besonders die Kinder große Augen und das Knirschen des berstenden Blechs löst bei so manchem Zuschauer etwas Mitleid aus.
Bild: Ibeler

Die auffälligen Hochregallager an der Helleforthstraße sind für Vorbeifahrende ein Hingucker. Rund 1500 Fahrzeuge stehen dort übereinandergestapelt in offenen Lagerhallen. Die Besuchergruppe – rund 25 Erwachsene und Kinder – staunten nicht schlecht, als sie das Betriebsgelände betraten. Imke Heidotting vom Stadtmarketing und Thomas Kerstingjohänner hatten die Gruppe zunächst in dem neu renovierten Bürogebäude bei einer Tasse Kaffee oder Kakao begrüßt.

„Für unsere Kunden sind wir ein Schlaraffenland“, scherzte der Geschäftsführer, als er die Besucher auf das 35 000 Quadratmeter große Gelände geleitete. 300 000 Ersatzteile und 32 000 Reifen waren da zu bestaunen. Alles ordentlich sortiert. Wie in einem Supermarkt. Noch immer stehen auf der Fläche gegenüber der Firma weitere 1000 Fahrzeuge aus der Aktion Abwrackprämie als Reserve bereit.

Laut Genehmigung darf das Unternehmen 30 Fahrzeuge pro Tag verwerten. „Es sind aber zurzeit nur durchschnittlich täglich vier Fahrzeuge, die reinkommen“, erklärt Thomas Kerstingjohänner. An der Schrottpresse bekommen besonders die Kinder große Augen. Ein noch gut aussehender silberfarbener Opel wird von einem Kran in die Spur der gewaltigen Quetschmaschine gehievt. Dann wird das Auto wie in einer Waschstraße langsam zusammengepresst. Das Knirschen des berstenden Blechs löst bei so manchem Zuschauer etwas Mitleid aus.

Insgesamt 15 Mitarbeiter – Familienmitglieder inklusive – arbeiten in dem Unternehmen. Die Ersatzteile werden weltweit exportiert, unter anderem nach Afrika oder Jordanien. „Gibt es hier auch Ersatzteile für Roller?“, fragt der 13-jährige Niklas Henrichs und schaut neugierig in die Runde. „Klar“, antwortet der Geschäftsführer.

Wer selbst schrauben möchte und eine Bühne benötigt, darf diese für fünf Euro die Stunde mieten. Bei Bedarf steht kompetentes Fachpersonal zur Verfügung. „Das war toll hier“, war die einstimmige Meinung der Besucher am Schluss der Besichtigung. Am 30. August geht der Kultursommer bei der Firma Ari-Armaturen weiter.

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