Einbrecher wird zum Aufgeben gezwungen
Bild: Scheffler
Die Spuren des versuchten Einbruchs sind noch deutlich zu sehen, doch Walter Holtkamp und Magda Werer sind froh, dass ihre Sicherungsmaßnahmen Wirkung gezeigt haben.
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Der Leiter der Kreispolizeibehörde, Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU), war mit Polizeidirektor Karsten Fehring, Kriminaldirektor Ulrich Hemicker sowie Sicherheitsberater Guido Baratella an Ort und Stelle, um sich vom gescheiterten Einbruchsversuch berichten zu lassen, weiter Werbung für Fenster- und Türenaufrüstungen zu betreiben und zu ermuntern, sich von den Experten der Polizei beraten zu lassen.

 Wie innerhalb von 30 Sekunden mit einem Schraubenzieher ein Fenster alter Bauart aufgebrochen werden kann, habe ihn beeindruckt, erzählt Walter Holtkamp von seinem Besuch bei einer Avenwedder Tischlerei im März. Dort sei auch vorgeführt worden, dass solch ein einfacher Einbruch bei Fenstern mit bestimmten Sicherheitsbeschlägen nicht möglich sei. Holtkamp wurde aktiv und rüstete seine Wohnung im 2010 erbauten Haus um – mit abschließbaren Türgriffen, einem Riegel an der Etagentür sowie einem Spion mit Display in der Eingangstür.

Blutspuren hinterlassen

Die Maßnahmen sollten sich Anfang September auszahlen, als der 74-Jährige mit seiner Frau eine Reise nach Berlin unternahm. Am Abend gegen 20.30 Uhr habe sich ein Mann mit Rucksack seelenruhig zum Haus begeben. Dass direkt hinter ihm eine Nachbarin mit ihrem Hund ging, störte den Ganoven offenbar nicht. „Später versuchte er, mit einem breiten Schraubenzieher fünf Fenster aufzuhebeln“, berichtet Walter Holtkamp weiter. Nachdem das dem Einbrecher nicht gelungen war, habe er die Scheibe des Toilettenfensters eingeschlagen. Doch am Hebel scheiterte der Kriminelle. Vielmehr verletzte er sich am Glas und hinterließ Blutspuren. „Die DNA haben wir“, so Karsten Fehring.

Als eine Nachbarin aus dem oberen Fenster gerufen habe ,Was machen Sie denn da?’, suchte der gescheiterte Ganove das Weite. „Das ist schon ein tolles Gefühl, dass es der Einbrecher nicht geschafft hat“, sagte Magda Weger, „und ein schöner Erfolg für unsere Sicherungsmaßnahmen“.

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