Eine Million Euro für die Kreisstraße 25
Bild: Neitemeier
Freuen sich über das Gesamtkonzept, mit dem Lastwagen die B 68 in Halle umgehen können: (v. l.) Detlev Kroos (CDU Halle), Dr. Heinrich Josef Sökeland (CDU-Fraktionschef im Kreistag), Elke Hardieck (CDU Halle), Hendrik Schaefer (CDU-Fraktionschef Halle), Arnold Weßling (CDU Borgholzhausen), Dirk Lehmann (CDU Steinhagen), Ulrich Wesolowski (CDU Versmold) und Hartwig Fischer, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion.
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Hintergrund des Projekts ist unter anderem der Bau der Autobahn 33 und die aufgrund der zu hohen Schadstoffbelastung der Luft ab Sommer drohende Sperrung der Bundesstraße 68 in Halle für in Richtung Bielefeld fahrende Lastwagen. „Wir sehen die Not der Menschen und wollen auf die Tube drücken“, sagte CDU-Kreisfraktionschef Dr. Heinrich Josef Sökeland gestern im Landhotel Jäckel in Künsebeck.

Zeitlich und finanziell ehrgeiziges Projekt

Zusammen mit Hartwig Fischer, dem stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Kreisfraktion, und weiteren CDU-Politikern aus dem Norden des Kreises präsentierte Sökeland dort das finanziell wie zeitlich ehrgeizige Vorhaben. Der K-25-Ausbau (drei Kilometer) wird zusätzlich zum normalen Straßenbauprogramm des Kreises über die Bühne gehen. Bereits vorgesehene Maßnahmen in anderen Städten und Gemeinden sollen darunter nicht leiden.

 „Wir sind bereit und in der Lage, diese Maßnahme ohne Zuschüsse und über einen längerfristigen Kredit zu finanzieren“, sagte Sökeland mit Blick auf die rigide (Spar-)Politik des Kreises in der Vergangenheit. CDU und FDP, die im Kreistag zusammen über eine Mehrheit verfügen, hoffen, dass die anderen Fraktionen mitziehen und sich auch aus den übrigen Kommunen kein Widerstand regt. Sökeland: „Jetzt ist Solidarität gefordert.“

Entlastung für Innenstadt von Halle

Der Ausbau der Kreisstraße 25, die laut Sökeland in ihrem jetzigen Zustand keinen starken Schwerlastverkehr verkraften kann, ist einer von drei Bausteinen des Gesamtkonzepts zur Entlastung der Haller Innenstadt vom Lastwagenverkehr. Denn parallel zur Sanierung der K-25-Decke – die Fahrbahn selbst wird nicht verbreitert – erneuert das Land 2013 die Landesstraße 782, die Westumfahrung von Halle, zwischen der Bundesstraße 68 und dem Schnittpunkt mit der künftigen Autobahn 33. Halles Politiker haben laut CDU-Fraktionschef Hendrik Schaefer die Verantwortlichen in Düsseldorf von der Dringlichkeit der Maßnahme überzeugt. „Vor allem der Belag auf den Brücken ist in einem schlechten Zustand.“

Bauprojekt Nummer drei in diesem Zusammenhang ist die Entlastungsstraße, die die Stadt Halle ebenfalls im nächsten Jahr von der künftigen A-33-Anschlussstelle am Schnatweg in Richtung Norden bauen will. Sie dient auch der Erschließung des interkommunalen Gewerbegebiets, an dem die Stadt Gütersloh beteiligt ist.

Grunderwerb für Radweg nötig

Sind alle drei Straßen Ende 2013 tatsächlich fertig, können Lastwagen Halle, auf der Bundesstraße 68 von Westen kommend, über die L 782, die K 25, die Entlastungsstraße und den anschließenden Schnatweg umfahren. Sökeland: „Diese klare Linienführung ist wichtig, damit sich die Lastwagen nicht alternative Routen beispielsweise durch Steinhagen oder gar über Gütersloh und Harsewinkel suchen.“

Unablässig für das Gesamtkonzept ist allerdings auch der Ausbau des Schnatwegs. Der ist im Rahmen der Autobahnplanung zwar festgeschrieben worden, müsste aber vorgezogen werden. Sökeland: „Darum werden wir uns jetzt intensiv kümmern.“ Ebenso wichtig ist es, dass Grundstückseigentümer entlang der K 25 das für den Radweg nötige Areal schnell verkaufen.

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