Einsatzkräfte proben Zusammenarbeit
Schutzanzüge und Geräte mussten nach dem Einsatz der Feuerwehrleute im angenommenen Gefahrenbereich dekontaminiert werden. Außer der ABC-Einheit hielt am Samstag auch die Informations- und Kommunikationseinheit des Kreises eine Übung ab.

Gleichwohl haben die ABC- sowie die Informations- und Kommunikationseinheit des Kreises am Samstag eine Übung abgehalten. Einsatzleiter auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit. war Brandoberinspektor Christian Herden von der ABC-Einheit.

Unfall mit Gefahrgut simuliert

Der Übung lag ein angenommener Verkehrsunfall mit einem mit Gefahrstoffen beladenen Lastwagen zugrunde, bei dem giftige Chemikalien austraten die sich schnell über die Luft auszubreiten drohten. Einige Helfer hatten die Aufgabe, den unbekannten Stoff zu identifizieren. Dazu rüsteten sich die Feuerwehrleute mit Schutzanzügen aus, um den direkten Kontakt mit dem Gefahrstoff zu verhindern. Die entnommene Probe wurde anschließend mit Mess- und Analysegeräten untersucht.

Andere Übungsteilnehmer kümmerten sich um die Dekontaminierung der Einsatzkräfte. Sie reinigten die Schutzanzüge und Geräte, um eine Verschleppung der Schadstoffe außerhalb der Einsatzstelle zu vermeiden. Eine dritte Gruppe ging einer gedachten Gefahrstoffwolke nach, die sich in Richtung Wiedenbrück ausbreitete.

ABC-Einheit im Einsatz

Dazu nutzten die Akteure ein spezielles ABC-Erkunderfahrzeug, mit dem vielfältige Messungen möglich sind. „ABC“ steht bei der Feuerwehr als Abkürzung für atomare, biologische und chemische Stoffe. Daten zur Ausbreitung einer Schadstoffwolke werden im Ernstfall für die Evakuierung von gefährdeten Gebieten benötigt.  Geprobt wurde am Samstag einem Bericht zufolge die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten einschließlich der Kommunikation untereinander. Zudem lernen sich die handelnden Personen bei solchen Übungen auch untereinander besser kennen.

Kommunikationstechnik aufgebaut

Parallel zur Übung der ABC-Einheit wickelte die Fernmeldeeinheit des Kreises unter der Leitung von Hans Kniesel einen anderen Einsatz ab. Angenommen wurde ein Flugzeugabsturz in einem unwegsamen Gebiet in der Nähe des Aurea-Gewerbeparks an der Autobahn 2. Die Fernmeldeeinheit musste dabei eine funktionierende Kommunikation zwischen allen Einheiten sicherstellen.

Mit mehreren Fahrzeugen wurden dazu Relaisstellen im Schadensgebiet errichtet und die Funkverbindungen getestet. Die Technik wird nach und nach von analog auf digital umgestellt, deshalb muss mit der neuen Technik regelmäßig geübt und gearbeitet werden, so wie jetzt am Samstag.

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