Einwohneranregungen zu Altkennzeichen
Bild: Neitemeier
Bleibt es bei „GT“ oder werden die Altkennzeichen „WD“ und „HW“ doch noch wiederbelebt? Mit dieser Frage wird sich der Kreistag aufgrund von Einwohneranregungen ein weiteres Mal befassen.
Bild: Neitemeier

In Einwohneranregungen nach Paragraph 21 der Kreisordnung fordern Holger Vorberg aus Rheda-Wiedenbrück und Harald Maier aus Halle die Politik des Kreises auf, endlich die Altkennzeichen freizugeben. Diesem Ansinnen hat der Gütersloher Kreistag – wie berichtet – bereits mehrfach eine Absage erteilt, zuletzt am 28. September 2015 mit der klaren Mehrheit von 43 Stimmen. Zehn Politiker stimmten damals für die Wiedereinführung, drei enthielten sich.

Bürger fordern Freigabe von „WD“ und „HW“

Der „Verein HW & WD“ um Achim Walbrink hat trotz dieser Entscheidung nicht locker gelassen und weitere Initiativen pro Freigabe gestartet – so wie jetzt zu Jahresbeginn der detaillierte Hinweis auf die Möglichkeit, dass sich jeder Bürger mit einer Einwohneranregung direkt an die Politiker des Kreises wenden kann. Die Initiative hofft, dass der Kreistag angesichts von möglicherweise zahlreichen Briefen von Bürgern seine bisherige Auffassung überdenkt und die früheren Autokennzeichen „HW“ sowie „WD“ doch noch für jeden Fahrzeughalter zur Nutzung freigibt.

Kreistag ist ein weiteres Mal gefordert

Holger Vorberg und Harald Maier fordern vor allem die Gleichbehandlung aller Bürger. Es könne nicht sein, dass bereits knapp 2000 in den Kreis Gütersloh gezogene und hier lebende Bielefelder ein BI-Kennzeichen an ihrem Auto hätten, ihnen selbst aber das Altkennzeichen weiter verwehrt werde. Die Aussage „Ein Kreis – ein Kennzeichen“ sei in Deutschland mittlerweile Geschichte, schreibt Vorberg. Niemand verbinde ein Autokennzeichen mehr unbedingt mit einem Landkreis, so der Rheda-Wiedenbrücker. Für ihn wäre die Freigabe der Altkennzeichen auch im Hinblick auf die Landtags- und Bundestagswahlen „das richtige Signal, um das Vertrauen in die Politik beim Wähler zu stärken“.

Auch Harald Maier ruft die Kreispolitiker zu einem eindeutigen Signal noch vor den Wahlen in diesem Jahr auf. Dass er in Kürze alle Kandidaten für die Landtagswahl nach ihren Positionen in Sachen Altkennzeichen befragen will, hatte Achim Walbrink bereits vor ein paar Wochen angekündigt.

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