„Eispferdchen“ lockt in den Sennesee
Bild: Reinhardt
Teilnehmerrekord: Mehr als 20 hartgesottene Freiwasserschwimmer stürzten sich am Neujahrstag in den Stukenbrocker Sennesee.
Bild: Reinhardt

Er zeigt das Meerestier mit Eiszapfen behängt. In diesem Jahr wagten mehr als 20 Hartgesottene den Sprung ins eiskalte Wasser. Organisator Thomas Jurkschat, Vorsitzender der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Schloß Holte-Stukenbrock, zeigte sich zufrieden: „So viele Teilnehmer hatten wir noch nie.“

Vor sechs Jahren hatte der Oerlinghausener das Schwimmen unterstützt von DLRG-Mitgliedern und vom Tauchclub Aquatica ins Leben gerufen. „Damals waren wir mit fünf Leuten im Wasser“, erinnert sich der Vorsitzende.

Zu den fünf Schwimmern zählte da schon Rainer Fleer, der seitdem kein Schwimmen im Sennesee ausgelassen hat. Das „Eispferdchen“ hat er jedoch noch nie errungen. „Ich hasse kaltes Wasser“, gesteht Fleer, der nicht ohne Neoprenanzug ins Wasser steigt.

Ganz anders ist das bei David Smyrek und Sebastian Kreyer aus Liemke. Sie besuchen dasselbe Fitnessstudio wie Rainer Fleer und haben sich von ihm zur Teilnahme überreden lassen. Die Beiden sind nur mit Badehosen bekleidet und von Beginn an überzeugt: „Das schaffen wir!“

Auch ein Weltrekord-Halter hat sich den Weg an den Sennesee wie schon im Vorjahr nicht nehmen lassen: Bruno Dobelmann schwamm im Sommer von Putgarden über den Fehmarn-Belt bis ins dänische Rødby und zurück. „Das waren mehr als 50 Kilometer“, berichtet der Stuttgarter. Vor ihm habe das noch niemand geschafft. Auch im Sennesee hält er es am Neujahrstag von allen Teilnehmern am längsten aus: mehr als 15 Minuten.

Vorgewärmt haben sich die Bielefelder Michaela vor der Brüggen und Jens Strehle. Sie waren in der Gütersloher „Welle“-Sauna, bevor sie nach Schloß Holte-Stukenbrock kamen. Es ist ihre erste Teilnahme am Neujahrsschwimmen. „Ich wollte das immer schon mal mitmachen“, gesteht Michaela vor der Brüggen. Sie hat sichtlich Spaß beim Schwimmen und wie alle anderen beim anschließenden Aufwärmen auf dem Reiterhof Hachmann bei Glühwein, Kakao und Heißwürstchen.

SOCIAL BOOKMARKS