Endspurt auf der Autobahn-Baustelle
Bild: Neitemeier
Freie Fahrt auch in Richtung Gütersloh: Das Bielefelder A-33-Teilstück zwischen der A 2 und dem Ostwestfalendamm wird am 5. Dezember freigegeben und vor allem die Bundesstraße 68 im Süden der Stadt entlasten.
Bild: Neitemeier

Freie Fahrt heißt es in diesem Bereich erst ab Mittwoch, 5. Dezember. Bis dahin ist auf dem 6,4 Kilometer langen Straßenstück westlich der Autobahn 2 und dem 1,4 Kilometer langen Verbindungsstück zum Ostwestfalendamm noch allerhand zu tun. So muss beispielsweise bei Schutzplanken, Wildzäunen, Lärmschutzelementen, Markierungen und der Ausgestaltung des Mittelstreifens noch letzte Hand angelegt werden.

Freigabe am 5. Dezember

Lothar Krämer, der Leiter der Bauabteilung bei Straßen NRW in Bielefeld, ist zuversichtlich, das meiste bis zum Freigabetermin mit NRW-Verkehrsminister Michael Groscheck (SPD) und Enak Ferlemann (CDU), dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, abschließen zu können. Krämer: „Verkehrssicherheit sowie Lärm- und Artenschutz müssen und werden gewährleistet sein.“ Tagesbaustellen für Restarbeiten will er nicht ausschließen. Um Behinderungen durch iregendwelche Arbeiten gerade auf Dauer zu vermeiden, bekommen die mit Erde verfüllten Betonleitwände im Mittelstreifen eine sehr unterhaltungsarme Sedumbepflanzung.

Mehr als 100 Firmen beteiligt

Mehr als 100 Unternehmen haben Krämer zufolge seit dem Spatenstich am 16. Juni 2007 an dem 122 Millionen Euro teuren Projekt mitgewirkt. Darunter auch verschiedene Betriebe aus dem Kreis Gütersloh, wie zum Beispiel an vorderster Front die Straßenbaufima Gröschler aus Gütersloh oder Eudur aus Herzebrock-Clarholz (Lärmschutz). Berührt hat das Projekt auch die Kommunen Verl und Steinhagen, aus denen ein Teil des benötigten Bodens stammt.

Spatenstich in Halle am 17. Dezember

Dass die Freigabe fast zwei Jahre später als zunächst gedacht erfolgt, führt Krämer auf technische Probleme beispielsweise durch nassen und belasteten Untergrund sowie auf vertragliche Schwierigkeiten im Rahmen der Ausschreibungen zurück. Angesichts vieler Unwägbarkeiten legt sich der Leiter der Bielefelder Straßenbauer auch nicht fest, wann der anschließende acht Kilometer lange Abschnitt bis Halle und das dann noch folgende Teilstück (12,6 Kilometer) bis zum Lückenschluss bei Borgholzhausen endgültig fertig sein werden. 2019/2020 steht als Termin im Raum. Eins weiß Krämer aber: Beim Spatenstich für den Haller Abschnitt am 17. Dezember geht es nicht wie so oft um ein Brückenbauwerk, sondern um eine Artenschutzmaßnahme.

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