Engelbert Kruse stellt Fotos aus
Bild: Prignitz
Blick zurück: Gabriele Erichsmeier hat gemeinsam mit Engelbert Kruse (rechts) die Bilder für die Ausstellung ausgesucht. Darunter Motive aus den 60er-Jahren, die die Besonderheiten und Schönheiten der Stadt zeigen. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr war damals gerade auf der Welt.
Bild: Prignitz

Unzählige Motive in fantastischer Farbtiefe hat Kruse über fünf Jahrzehnte hinweg eingefangen und festgehalten. Rund 80 Impressionen im Format sieben mal sechs können jetzt in Augenschein genommen werden.

Im Erdgeschoss und in der ersten Etage des Rathauses sind Landschaften, Tierfotografien, Denkmäler, Gebäude und Menschen der Stadt zu sehen. Der Gemeinderat von 1994 bis 1999 beispielsweise. Von denen, die dort Aufstellung genommen haben, das hat Bürgermeister Hubert Erichlandwehr sofort erkannt hat, „ist heute nur noch Hans Schäfer im Rat vertreten“. Auch ansonsten zeigen einige Fotos sehr deutlich die Veränderungen im Lebensumfeld. Beispielhaft dafür sind Aufnahmen aus den 60er-Jahren. Die St.-Johannes-Kirche und der Gasthof zur Post sind dort etwa zu sehen. Die Straße leer, an der Seite parken mehrere VW-Käfer. Einen davon und einen einzelnen Radfahrer hat Engelbert Kruse vor einem halben Jahrhundert vor der St.-Ursula-Kirche in Schloß Holte eingefangen. Noch kein Gedanke damals, dass dort einmal das neue Ortszentrum entstehen würde.

Schwer gefallen sei die Auswahl aus dem reichen Fundus, bestätigt Engelbert Kruse. Wie viele Fotos in den vergangenen 50 Jahren entstanden sind, vermag er kaum zu sagen. Anlässlich des 70. Geburtstags im Januar seien letztlich mit Hilfe der städtischen Angestellten Gabriele Erichsmeier und Barbara Mertens aus 1300 Dias die 80 Motive ausgesucht worden, die noch bis zum 23. September im Rathaus zu sehen sind.

„Normalerweise“, betont der pensionierte Pädagoge, müssten die Fotos viel größer gezeigt werden. „Aus Platzgründen haben wir uns für 30 mal 40 Zentimeter entschieden.“ Das Schloss im Wandel der Jahreszeiten, Ölbach und Sammelteiche, Höfe, Abendstimmung am Baggersee, die Fütterung des hungrigen Vogelnachwuchses. Oft ist Engelbert Kruse auf der Suche nach dem besonderen Moment mit der Kamera durch die Landschaft gestreift. Viele persönliche Begegnungen hat es gegeben.

Besucher des Rathauses können jetzt einen kleinen Teil der Natur-Reise nachvollziehen. „Bemerkenswert“, findet der Bürgermeister, der jedem nur wärmstens ans Herz legen kann, einmal vorbeizuschauen und sich die Schönheiten der Stadt anzuschauen. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten zu sehen.

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