Erste AfD-Austritte in Ostwestfalen-Lippe
Archivbild: Neitemeier
Udo Hemmelgarn, Vorsitzender der AfD im Kreis Gütersloh und in Oswestfalen-Lippe, hat beim Parteitag in Essen für Frauke Petry als Parteichefin gestimmt, hier ein Bild aus dem Gütersloher Kreistag.
Archivbild: Neitemeier

„Die Glocke“: Herr Hemmelgarn, wie haben Sie den außerordentlichen Parteitag erlebt?  Hemmelgarn: Die Tagung war sehr anstrengend und hat die erwartete Auseinandersetzung zwischen dem Lager der National-Konservativen und den Liberal-Konservativen, zu denen ich mich eher zähle, gebracht. Meiner Meinung nach ging es jedoch in erster Linie nicht um Positionen, sondern um Personen. In Teilen war der Umgang der Teilnehmer miteinander nicht in Ordnung.

 „Die Glocke“:  Wie haben Sie bei der Wahl abgestimmt?

Hemmelgarn: Mit leichtem Grummeln im Bauch habe ich für Frauke Petry gestimmt, die vor einem Tanz auf der Rasierklinge steht, denn sie muss die unterschiedlichen Strömungen wieder zusammenführen und befrieden.

„Die Glocke“:  Warum „mit leichtem Grummeln im Bauch“?

Hemmelgarn: Weil mir auch nicht alle ihre Positionen gefallen, wie zum Beispiel einige Aussagen zur Familien- und Kulturpolitik. Aber: Frauke Petry hat schon zwei Jahre äußerst erfolgreich im Vorstand mitgearbeitet. Und auch unter ihrer Führung wird diese AfD nicht nach rechts verschoben. Man kann mir viel unterstellen, aber nicht dass ich rechts bin.

„Die Glocke“:  Hat es in der Region schon Reaktionen gegeben?

Hemmelgarn: Ja, wir haben in Ostwestfalen-Lippe bereits zwei Austritte, die aber vorher angekündigt waren. Aus dem Kreis Gütersloh ist mir bisher nichts bekannt. Ich rechne aber weder mit einer großen Austritts- noch mit einer großen Eintrittswelle. Allerdings muss man abwarten, ob Bernd Lucke als Reaktion auf die Wahl in Essen eine eigene Partei ins Leben ruft.

Das vollständige Interview lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 7. Juli.

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