Eselfohlen genießt Streicheleinheiten
Zutrauliche Grautiere: Die Hauptschüler tauften den kleinen Peppino, bei ihnen kamen aber auch die anderen Esel nicht zu kurz.

Aber nicht laut, denn sie wollen das Eselbaby nicht erschrecken. Luise, Dennis, Alexander, Francesca, Emican, Jan Luka, Jolina, Fabienne, Ganztagskoordinatorin Christa Peitzmeier und Ehemann Eckhard haben jetzt mit dem Verspeisen eines Taufkuchens die Geburt eines ungeplanten Esels gefeiert.

Die Trächtigkeit von Eselin Dolly Dollar, die seit Januar als Gefährtin für den einsamen Hengst Little Joe auf dem Hof Peitzmeier lebt, war beim Kauf nicht bekannt oder sichtbar. Umso überraschter war die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft, als sie am Montag vergangener Woche das neugeborene Fohlen erblickte. „Ich wusste zuerst gar nicht, wie mir geschah“, erzählt Christa Peitzmeier strahlend.

Aus dem anfänglichen Schreck wurde schnell große Freude. Vor allem, weil sich Little Joe auch über seinen Nachkommen freute. Der Esel hatte sich Hals über Kopf in Dolly Dollar verguckt, als sie ihm Anfang des Jahres vorgestellt wurde. Bis zur Geburt ist eine Eselin elf Monate trächtig. Wer der Vater des kleinen Peppinos ist, ist unbekannt. Für die Schüler der Klassen fünf, die sich jeden Montagnachmittag treffen und Ausflüge auf den Hof Peitzmeier unternehmen, ist das ziemlich unwichtig.

Sie lieben den Eselnachwuchs schon jetzt über alles, würden ihn am liebsten mit nach Hause nehmen. „Der kleine Peppino sah letzte Woche nach der Geburt schon genauso aus“, behauptet Alexander. „Nein, ein bisschen kleiner war er, oder?“, entgegnet Freund Dennis. „Ich werde jetzt Little Joe striegeln“, kündigt Luise an. „Und ich möchte Dolly Dollar etwas herumführen“, sagt Francesca.

Ganztagskoordinatorin Christa Peitzmeier, die seit 2011 das Tierprojekt an der Lisa-Tetzner-Schule leitet, ist mit der Entwicklung ihrer Arbeit sehr zufrieden. „Soziales Lernen mit Tieren ist immer von Erfolg gekrönt“, ist sie überzeugt. Tiere brächten die Kinder zum Lachen und seien hervorragende Motivatoren. Noch nie habe sie es erlebt, dass Kinder schlecht gelaunt „keinen Bock“ hätten. Außer mit den Eseln wird an der Schloß Holte-Stukenbrocker Hauptschule auch mit einem Hund gearbeitet.

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