Fahnen-Streit: Kanzlerin schaltet sich ein
Angela Merkel will es wissen: Warum soll in Stukenbrock-Senne das orthodoxe Kreuz der Fahne des Sowjetkommunismus weichen?

Mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung griff auch ein überregionales Medium die Angelegenheit auf. Der Bericht in der Mittwochsausgabe widmete sich der Frage „Hoch die rote Fahne?“.

Der Rietberger CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Michael Brinkmeier teilte mit, der orthodoxe Erzbischof Longin von Klin habe sich bei Merkel über den Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung beschwert und um eine Intervention gebeten. Deshalb habe die Bundeskanzlerin in Düsseldorf Informationen angefordert. Wie berichtet, will die Landesregierung auf Betreiben des Arbeitskreises „Blumen für Stukenbrock“ das Kreuz abnehmen und durch eine rote Fahne ersetzen.

Weiter sagte Brinkmeier, der Protest der Orthodoxen Kirche bei der Landesregierung habe erste Früchte getragen. Nach einem Gespräch am Montag gebe es ein Zugeständnis. Es sollten aufgrund der Bedenken der Kirche vorerst keine neuen Fakten auf dem Friedhof geschaffen werden. „Das ist ein erster Erfolg. Darüber freue ich mich“, sagte Brinkmeier.

Vor einer Entfernung des Kreuzes ohne Zustimmung der Kirche war die Landesregierung schon früher von einer ihr unterstellten Behörde, nämlich der Detmolder Bezirksregierung, gewarnt worden. Am Donnerstag, 7. April,  befasst sich ein Landtagsausschuss mit dem Thema. Das geht auf eine Initiative von Brinkmeier zurück. Er hatte sofort Protest angekündigt, nachdem die Landesregierung ihre Pläne mit dem Obelisken öffentlich gemacht hatte.

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