Fahrern mangelt es an Gefahrenradar
Bild: Fortmeier
An Heiligabend besuchte eine Abordnung des ADAC die Autobahnpolizei in Stukenbrock-Senne. Das Bild zeigt (v. l.) Martin Freidank (Geschäftsführer ADAC), Klaus Niedenführ, Ortwin Schneider, Polizeihauptkommissar Autobahnwache Stukenbrock-Senne), Albert Löhr (ADAC), Ursula Wichmann (Polizeidirektorin), Sebastian Woidt (ADAC), Wolf-Otto Weitekamp (ADAC), Markus Schlesiger, Thomas Kahre (Oberkommissar), Thomas Overbeck und Monsignore Wolfgang Liborio Bender.
Bild: Fortmeier

Die Zahl der beschweren Unfälle ist zurückgegangen. „Wir freuen uns über das Treffen, dass bereits zum 21. Mal hier stattfindet, auch wenn leider nicht alle Polizisten dabei sein können, da sie gerade im Einsatz sind“, erklärte der Leiter der Autobahnpolizeiwache Stukenbrock-Senne, Ortwin Schneider, und fügte hinzu, dass zwar noch keine genauen Zahlen genannt werden können, der Trend der Unfallstatistik in ihrem Bereich entgegen der Landespolitik hingegen positiv ist. Er zeigte sich erfreut über den Rückgang schwerer Unfälle. „Zur Prävention kündigte die Polizeidirektorin Ursula Wichmann an: „Wir werden verschärfte Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen durchführen, da beide zu den häufigsten Unfallursachen zählen.“ Auch sie dankte dem ADAC für die hervorragende Zusammenarbeit. „Leider hatten wir auch auf der A 33 in diesem Jahr zwei tödliche Unfälle zu verzeichnen“, so Schneider. „Als positive Bilanz konnten wir aber feststellen, dass die Verkehrsteilnehmer auch ohne gesetzliche Vorschrift bei Unfällen oder Pannen zum Schutz ihrer eigenen Sicherheit zu Warnwesten greifen“, lobte Streifenbeamter Markus Schlesiger das umsichtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer, wies aber zeitgleich auch auf das mangelnde „Gefahrenradar“ vieler Fahrer hin.

Selbstüberschätzung führt zu vielen Unfällen

Nicht nur die Selbstüberschätzung von Fahrern führte in den vergangenen zwölf Monaten zu Staus und Unfällen. „Ein immer größer werdendes Problem stellt das Fehlverhalten von Lastkraftwagenfahrern dar. Dazu kommt, dass es viele Verkehrsteilnehmer den Rettungskräften die Arbeit dadurch erschweren, dass sie die Rettungsgasse nur sehr langsam öffnen und durch ihre Neugier wieder schnell versperren und weitere Fahrzeuge wie beispielsweise der Abschleppdienst nur langsam zum Unfallort gelangen und Staus in die Länge gezogen werden“, so Woidt vom ADAC. „Überwiegend sind es Unachtsamkeit, Unkonzentriertheit, der mangelnde Respekt und die fehlende Gelassenheit, die für eine Vielzahl von Unfällen und eine Erschwernis unserer Arbeit verantwortlich sind“, fasst der Pressesprecher des ADAC, Ralf Collatz, zusammen. „Allein in Ostwestfalenlippe rückte der ADAC im Jahr 2012 etwa 70 000 Mal aus“, bilanzierte Thomas Overbeck von der Autobahnpolizei.

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