Feuerwehr warnt vor Brandgefahr bei E-Bikes
Bild: dpa
Sie sind aus dem Straßenverkehr mittlerweile nicht mehr wegzudenken: E-Bikes und Pedelecs werden immer beliebter. Aber mit ihnen gehen auch Gefahren einher, wie der Kreisfeuerwehrverband in einer Mitteilung erklärt. Unter Umständen könne nämlich der Akku des elektronisch betriebenen Fahrrads in Brand geraten.
Bild: dpa

Auch wenn dies eher selten zu hören sei, nehme die Zahl der Fälle immer mehr zu. Lithium-Akkus sind bei E-Bikes und Pedelecs die treibende Kraft. Sie sind aber auch in vielen weiteren Produkten zu finden, wie in Tablets oder Taschenlampen.

Lithium-Akkus speichern eine große Menge elektrischer Energie auf kleinstem Raum. Zudem haben sie eine lange Lebensdauer und können dadurch häufig geladen werden. „Allerdings haben diese Akkus auch eine negative Eigenschaft: Lithium-Akkus stellen eine Brandgefahr dar“, erklärt Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper.

„Aus diesem Grund werden die Akkus bereits von den Herstellern mit Sicherheitseinrichtungen ausgestattet, wie zum Beispiel dem Battery-Management-System.“ Das steuere und überwache unter anderem das Laden und Entladen des Akkus. Holtkemper ergänzt: „Der Hersteller minimiert dadurch das Brandrisiko. Jedoch ist vielen Radfahrern nicht bewusst, dass ihre Räder in Brand geraten können.“

Daher sei es wichtig, sich mit dieser Gefahr auseinanderzusetzen und bewusst mit Lithium-Akkus umzugehen. Der Kreisfeuerwehrverband hat einige Tipps zum Umgang mit Akkus bereitgestellt. „Durch die richtige Handhabung kann das Brandrisiko deutlich gesenkt werden“, erklärt Holtkemper.

Ratsam sei, die Herstellervorgaben zu befolgen, die in der Betriebsanleitung jedes Produkts stünden. Zu den Vorgaben zähle zum Beispiel, dass die Akkus beim Ladevorgang vor extremen Temperaturen zu schützen seien und diese nur mit einem geeigneten Gerät geladen würden.

„Es ist wichtig, ausschließlich original Ladegeräte oder Akkus zu kaufen. Nur so greifen die eingebauten Schutzfunktionen“, erklärt Stefan Budde, Leiter des Fachbereichs Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Kreisfeuerwehrverbands Gütersloh. „Akkus sollten nur auf einer brandfesten Unterlage geladen werden.“

Budde ergänzt: „Das Laden soll nach Möglichkeit unter Aufsicht erfolgen. Verbrauchern ist zu empfehlen, eine lange ungenutzte Lagerung über die Wintermonate zu vermeiden und regelmäßige Erhaltungsladungen durchzuführen.“ Befolge man die Tipps, sei das Risiko eines Brands deutlich geringer.

SOCIAL BOOKMARKS