Flüchtlingskinder: „Schulsozialarbeit wichtig“
Bild: Blumenstein
Austausch über Schulsozialarbeit: (v. l.) Heike Neef (Leiterin Grundschule Kattenstroth), Güterslohs Bürgermeisterin Maria Unger, NRW-Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider und die Vorsitzende der Kreisschulpflegschaft Gütersloh, Edith Mathmann.
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Das Land springt bis 2017 mit jährlich 48 Millionen Euro ein, weil sich der Bund aus der Förderung zurückgezogen hat. Auf Einladung der Kreisschulpflegschaft Gütersloh mit ihrer Vorsitzenden Edith Mathmann sprach Schneider vor rund 30 Gästen, hauptsächlich Sozialarbeitern und Schulleitern, in der Grundschule Kattenstroth.

Mathmann richtete ihren Dank an die Landesregierung dafür, dass sie Kommunen und Schulen nicht im Regen stehen lasse: „Die Kreisschulpflegschaft möchte die Co-Finanzierung ausdrücklich würdigen.“ Je nach Finanzkraft tragen die Städte und Gemeinden 20 bis 50 Prozent der Personalkosten.

Auch den Kommunen im Kreis sprach Mathmann ihre Anerkennung aus: „Keine hat die Schulsozialarbeit völlig eingestellt. Das ist einzigartig in NRW.“  Bis Ende 2013 hatte der Bund 1500 Sozialarbeiter in NRW im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets bezahlt. 2014 konnten die Kommunen die Schulsozialarbeit noch aus Rest- und Eigenmitteln weiterfinanzieren. Für 2015 bis 2017 sprang das Land in die Bresche.

Schneider lobte den Einsatz der Kreisschulpflegschaft Gütersloh, die in Schreiben unter anderem an die Landtagsfraktionen eine Förderung gefordert hatte: „Wir schauen hin, wer sich da einsetzt“, versicherte Schneider in Richtung von Edith Mathmann.

Die betreuende Schulsozialarbeit ist laut Schneider angesichts zunehmender prekärer Lebensverhältnisse von Familien „so etwas wie eine Eintrittskarte in eine Berufsausbildung“. Auch als ökonomische Kategorie sei sie mit Blick auf den bevorstehenden Fachkräftemangel daher nicht zu unterschätzen. Als besondere Herausforderung für die Schulen und die Sozialarbeiter bezeichnete der Minister die Flüchtlingswelle. „Das wird für 10 bis 15 Jahre ein bestimmendes Thema sein“, prognostizierte er. Ein großer Teil der Menschen werde in Deutschland politisches Asyl finden. Es gelte, vor allem die Kinder schnell ins Bildungswesen zu integrieren. „Das setzt mehr denn je Schulsozialarbeit voraus“, so Schneider.

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