Flussbett-Hotel: Restaurant vorerst zu
Das Restaurant im Flussbett-Hotel in Gütersloh ist ein beliebtes Ausflugsziel. Nun ist die Gastronomie vorerst bis zum 18. Oktober geschlossen. Der Wertkreis als Träger sucht nach einem Konzept, mit dem die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gesichert werden können.

Ebenso wenig das laufende Geschäft im Hotel. Das teilt Steffen Gerz, Pressesprecher des Wertkreises, auf Anfrage der Glocke mit. Auch regelmäßige Kaffeerunden fänden weiterhin statt.

Corona-Krise trübt Auslastung

„Das Restaurant ist, wie andere Gastronomie-Betriebe auch, seit Beginn der Corona-Krise schlecht ausgelastet“, so Gerz. Der Wertkreis, der Menschen mit Behinderung beschäftigt, verfolge ein klares Ziel: „Unsere Leute sollen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.“ 

Dies treffe auch auf das Flussbett-Hotel mit seinem Restaurant zu. „Der Gastronomie-Betrieb muss so rentabel sein, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben.“ Zusammen mit dem Betriebsrat habe man für sämtliche Sparten darauf geachtet, trotz der Corona-Krise keine Kurzarbeit einzuführen. Die im Catering des Flussbett-Hotels beschäftigten Mitarbeiter – laut Gerz sechs Personen in der Küche und bis zu zwei Servicekräfte – würden in anderen Bereichen des Wertkreises eingesetzt. 

Entscheidung soll bis zum 18. Oktober fallen

Stünden gebuchte Veranstaltungen wie eben Hochzeiten, Jubiläumsfeiern oder Tagungen an, sind sie wie gewöhnlich im Flussbett-Hotelrestaurant eingebunden, können dort ihrer ursprünglichen Arbeit nachgehen. Wie es dort weitergeht, das wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Zum 1. Oktober übernimmt Andrea Windmann die Hotelleitung von Claudia Feldkeller, die sich beruflich umorientiert. „Sie wird das gesamte Konzept in den Blick nehmen“, sagt Gerz. Die Tendenz sei noch offen. „Wichtig ist ein schlüssiger Plan.“

Sicherung von Arbeitsplätzen hat oberste Priorität

Oberste Priorität sei die Sicherung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. „Das wird die Entscheidung leiten.“ Potenziellen Restaurant-Gästen, die bis 18. Oktober einen Tisch reserviert hätten, versuche der Wertkreis, Alternativen aufzuzeigen. „Wir wollen unsere Kunden zufrieden zurücklassen“, sagt Gerz. 

Seit zwölf Jahren ist der Wertkreis Träger des integrativen Hotel- und Restaurantbetriebs. Essen à la carte gibt es seit etwa einem Jahr. Laut Auskunft auf der Internetseite des Flussbett-Hotels stehen dort 24 Zimmer zur Verfügung. Im Restaurant gibt es 50 Sitzplätze. Die Veranstaltungsräume bieten Platz für bis zu 100 Personen. 24 Menschen arbeiten im Hotel, davon 13 mit Behinderung.

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