Frau (37) in Borgholzhausen getötet
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In Borgholzhausen ist am Mittwoch eine Frau tot aufgefunden worden. Offenbar
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Der leblose Körper der Frau – vermutlich eine Rumänin – wurde am Mittwochmorgen gefunden. Ein Bekannter der 37-Jährigen hatte gegen 8 Uhr die Polizei verständigt, weil die Frau ihm die Wohnungstür nicht öffnete. Als die Polizeibeamten in dem Mehrfamilienhaus im Ortskern von Borgholzhausen eintrafen, fanden sie das Opfer reglos am Boden vor, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizei Bielefeld und der Staatsanwaltschaft heißt. Das Haus, in dem die Frau lebte, steht in zweiter Reihe. Es ist nur über einen kleinen Fußweg erreichbar. So konnte der Rettungswagen nicht direkt bis vor die Haustür fahren.

Polizei geht von Tötungsdelikt aus

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass die Frau das Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Hinweise deuteten auf eine äußere Gewalteinwirkung hin. Berichten, wonach es sich um eine Beziehungstat handeln könnte, wollte die Polizei gestern nicht bestätigen. Auch nicht, dass dem Verbrechen ein Streit vorausgegangen sein soll. Eine Obduktion soll Aufschluss über die genaue Todesursache geben.

Mordkommission „Uphof“ gegründet

Die Kriminalpolizei Bielefeld nahm gemeinsam mit Gütersloher Beamten die Ermittlungen auf. Die zehnköpfige Mordkommission „Uphof“ unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Tobias Beuscher ermittelt in dem Tötungsdelikt. Zwei Männer, die in Kontakt mit der Frau gestanden haben sollen, werden derzeit vernommen. „Die Ermittlungen zum Tathergang dauern weiter an“, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung abschließend.

Beamte der Kreispolizeibehörde Gütersloh waren gestern für den Objektschutz zuständig. So sollte verhindert werden, dass Spuren am Eingang und in der Wohnung verwischt werden. Auch der Kellereingang war abgesperrt. Es handele sich dabei noch um den Tatbereich, erklärten Polizisten vor Ort.

Wie viele Menschen in dem Mehrfamilienhaus, an dem nur zwei Klingelschilder beschriftet sind, leben, ist nicht klar. Der Vermieter wollte sich gestern nicht dazu äußern.

Zweiter Fall in wenigen Monaten

Es ist bereits das zweite Tötungsdelikt innerhalb weniger Monate in der 8600-Einwohner-Stadt am Rande zu Niedersachsen. Anfang Juni vergangenen Jahres war eine Seniorin in ihrer Wohnung mit mehreren Messerstichen getötet worden. Ihre psychisch kranke Nachbarin steht derzeit vor Gericht. Sie soll im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben.

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