Frauen in der Altenpflege kommen zu Wort
Machen auf die Ausstellung „Frauen in der Altenpflege“ und die Informationsveranstaltung „Und dann hole ich mir Hilfe ins Haus“ aufmerksam: (v. l.): Nikola Weber (Europe-Direct-Informationszentrum) sowie die Gleichstellungsbeauftragten Eva Sperner (Halle) und Ellen Wendt (Kreis Gütersloh).

Und das geschieht oft nicht nur unter schwierigen finanziellen Bedingungen. Die Perspektive von Pflegenden in den Blickpunkt zu rücken, ist das Ziel der Ausstellung „Frauen in der Altenpflege kommen zu Wort“, die die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in Ostwestfalen-Lippe (OWL) zusammengestellt hat. Die Präsentation ist im Rahmen der Europa-Woche vom 7. bis 18. Mai im Kreishaus Gütersloh, Herzebrocker Straße 140, zu sehen.

Konzepte entwickeln

2012 ist das europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität der Generationen. Dass das nirgends so gelebt wird wie in der Pflege, darin sind sich die Veranstalterinnen Nikola Weber vom Europe-Direct-Informationszentrum im Kreis Gütersloh, Monika Nopto von der Abteilung Soziales des Kreises sowie die Gleichstellungsbeauftragten Eva Sperner (Halel) und Ellen Wendt (Kreis) einig. Die Europäische Union rücke die Konsequenzen des demographischen Wandels in den Mittelpunkt und fordere auf, Konzepte für eine älter werdende Gesellschaft zu entwickeln. Dazu gehöre auch die Pflegesituation.

Die Ausstellung zeigt einer Mitteilung des Kreises zufolge die Situation der pflegenden Frauen, zu denen auch jene Ausländerinnen gehören, die in deutschen Haushalten ältere Menschen rund um die Uhr betreuen. Zudem richtet die Schau den Blick auf examinierte Pflegekräfte und auf solche Menschen, die ohne einschlägige Qualifikation als Minijobberinnen arbeiten.

16 Frauen aus Ostwestfalen-Lippe, davon 2 aus dem Kreis Gütersloh, haben sich für das Projekt fotografieren lassen und in Gesprächen über ihre Erfahrungen berichtet. Sie sind zwischen 22 und 78 Jahre alt. Ihre Berufserfahrungen und pflegerischen Einsatzorte spiegeln das Thema „Frauen in der Altenpflege“ in seiner ganzen Vielfalt wider.

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