Frauen von einem anderen Planeten
Bild: Fortmeier
Als Zahnfeen haben sich die Frauen (v. l.) Anna, Petra, Madita, Kimberly, Barbara, Carina und Miriam beim Umzug in Stukenbrock wohl gefühlt.
Bild: Fortmeier

Bunt, ideenreich und teilweise wie von einem anderen Stern kamen die fröhlichen Frauen in facettenreichen Kostümen daher. Mehr als 100 Fußgruppen und Musikkapellen bildeten den bunten Lindwurm, der sich sowohl einmal am Vormittag und ein zweites Mal zur Mittagszeit durch die Straße schlängelte. Die närrischen Weiber beeindruckten beim 60. Festumzug in Stukenbrock mit fantasievollen Kostümen.

Die Schar, angeführt vom Stukenbrocker Dreigestirn, feierten unter dem Motto: „60 Jahre Weiberfastnachtsfeten – lasst uns feiern auf einem anderen Planeten“. Pünktlich um 11.11 Uhr setzte sich der Umzug in Bewegung. „Männer haltet euch bereit, es ist nämlich heute wieder soweit“, kündigten sie lautstark das an, was traditionell folgen musste. Dabei schnitten sie Bürgermeister Hubert Erichlandwehr nicht nur flugs die Krawatte ab und luchsten ihm den riesigen Rathausschlüssel ab, sondern verkleideten ihn im Handumdrehen. Zum Jubiläum hatte sich auch Landrat Sven-Georg Adenauer nicht nehmen lassen, persönlich zu gratulieren.

Zwischen Musik und Schunkeln schallte es an jeder Ecke „Stukenbrock Helau“. Ganz wichtig beim Umzug war auch wieder das Karnevalsmaskottchen, das bunte Huhn „Stuki“, in dessen Kostüm eigentlich seit vielen Jahren Manuela Brock-Schniedermann schlüpft und das nach dem Kehraus am kommenden Dienstag wieder für ein Jahr in seiner Kiste verschwinden muss. Dieses Mal steckte jedoch ihre Tochter Helen im Kostüm.

Mitten im bunten Lindwurm war Rita Laabs mit ihren Freundinnen Ulrike, Brigitte und Beate. Schon zum 25. Mal sind sie dabei und feiern in diesem Jahr „Silberhochzeit“ der Weiberfastnacht. Wie alle Frauen haben sie viel Mühen und Zeit in die Vorbereitungen ihrer Kostüme gesteckt. Feuerrote Lockenperücken, schwarze Fingernägel. So musste man zwei Mal hinschauen, um das Gothic-Quartett zu erkennen. „Im vergangenen Jahr hätten wir perfekt zum diesjährigen Motto gepasst, da waren wir die Spice Girls“, sagte Rita Laabs.

Teils bunt kostümiert hatten sich auch entlang der für den Festakt gesperrten Hauptstraße Hunderte von Besuchern ein Plätzchen gesichert, um den Umzug der jecken Weiber mitzuerleben und Beifall zu spenden. Nach dem Auftakt am Vormittag feierten die Frauen und später auch viele Männer auf der Straße und in den Stukenbrocker Festzelten weiter.

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