Friseure sind in Halle angekommen
Bild: Munkelt
Hier wird geschnitten, gefärbt und gebürstet: Den neuen Trainingsraum der Friseur-Auszubildenden im Kreis Gütersloh am Berufskolleg Halle weihten gestern offiziell ein: (vorn v. l.) Friseur-Innungs-Obermeister Andreas Drenkelforth und Landrat Sven-Georg Adenauer sowie (stehend v. l.) Abteilungsleiter Dr. Karl-Heinz Rustige, Schulleiter Hans-Jürgen Kuhlmann sowie die Fachlehrerinnen Studienrätin Ina Hensen, Studienrätin Katrin Siegmund und Bildungsgangleiterin Sabrina Schmidt.
Bild: Munkelt

Zwar ging der Umzug der Abteilung vom Carl-Miele-Kolleg ans Berufskolleg des Kreises Gütersloh in Halle bereits im vergangenen Sommer über die Bühne, doch hat es bis jetzt gedauert, bis aus dem Lagerraum der Kfz-Mechaniker ein moderner Trainingsraum für die Nachwuchs-Haarkünstler geworden ist. Sieben Frisiertische, deren Spiegel per Knopfdruck aus der Platte hochfahren, und ein eleganter Boden in Holzoptik prägen den Raum. Rund 125 000 Euro hat sich der Kreis als Schulträger die Baumaßnahmen insgesamt kosten lassen. 5600 Euro steuerte die Friseur-Innung bei.

Diese hatte sich zwei Jahre lang vehement gegen die Verlagerung gewehrt, vor allem mit dem Argument, dass die Mehrheit der Lehrlinge im Süden des Kreises wohne und der Weg nach Halle deutlich umständlicher sei. Den Betroffenen kam der Kreis entgegen, indem er den zum Zeitpunkt des Umzugs bereits in Ausbildung stehenden jungen Leuten die zusätzlichen Fahrtkosten bis zum Ende ihrer Lehrzeit erstattet. Das Berufskolleg fängt mit dem Unterricht für die Friseure nicht schon um 7.30 Uhr, sondern in der Regel erst um 8.15 Uhr an.

Die Friseur-Innung musste sich nach einem einstimmigen Kreistagsbeschluss letztlich arrangieren. Obermeister Andreas Drenkelforth sagte am Montag bei der offiziellen Einweihung, er sei „begeistert, dass der Kreis sich für diese Räume so ins Zeug gelegt hat“. Die Innung habe sich ebenfalls eingebracht, „damit das hier in Halle ein Erfolgsprojekt wird“.

Im Gespräch mit der „Glocke“ sagte Drenkelforth, einigen Kollegen sei der Weg jedoch zu weit: Zehn Auszubildende, die in Salons im Kreis Gütersloh lernen, seien von ihren Lehrmeistern in Bielefeld zur Berufsschule angemeldet worden.

Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) blickte auf „viele Diskussionen“ zurück und rief den Hintergrund der Umsiedelung in Erinnerung: Das Berufskolleg Halle soll den Schwerpunkt Gesundheitswesen erhalten, in den die Friseure bestens hineinpassten.

Auf deren Erfolge in Wettbewerben ist weiterhin Verlass: Mit dem Pokal für die beste Teamleistung sowie 7 Gold-, 7 Silber- und 10 Bronzeplaketten kehrten Azubis aus der Gütersloher Innung kürzlich vom OWL-Wettbewerb „Jugend frisiert“ in Bünde zurück.

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