Fünf Jahrzehnte Hilfe zur Selbsthilfe
Bild: Neitemeier
Seit 50 Jahren helfen (v. l.) Maria und Hermann Hermjohannknecht aus Avenwedde Menschen in Not in Indonesien – angetrieben vom katholischen Glauben und unter anderem unterstützt von ihrem Sohn Rafael. Viele Priester, mit denen sie in Südostasien zu tun haben, sprechen deutsch. Für sein Engagement hat das Ehepaar einst ein original Bedja aus Makassar geschenkt bekommen. Gegen eine Spende für die Pater-Noldus-Aktion wird das „Transportrad“ ausgeliehen.
Bild: Neitemeier

Der Vorsitzende der Pater-Noldus-Aktion mit Vereinssitz in Avenwedde ist überzeugt, dass er mit Unterstützung anderer auch diesmal wieder helfen kann – wie schon so oft in den vergangenen 50 Jahren. Was sich aus einem Vortrag des niederländischen Paters Karl Noldus 1965 beim Arbeitskreis „Junge Familie“ der Kolpingsfamilie Avenwedde entwickelt hat, ist schwer zu beschreiben.

Pater-Noldus-Aktion unterstützt arme Menschen in Indonesien

Ein auf den katholischen Glauben gestütztes Missionsprojekt, das inzwischen mit Sach- und Geldspenden im Gesamtwert von rund 12 Millionen Euro auf der indonesischen Insel Sulawesi die Ärmsten der Armen unterstützt und viel Hilfe zur Selbsthilfe geleistet hat. Pater Noldus hatte seinerzeit eindrucksvoll das Leid der Menschen und Christen in dem südostasiatischen Staat geschildert, als er den erkrankten Pfarrer in Avenwedde vertrat.

Fünf Jahrzehnte liegt das zwar schon zurück, doch das Engagement der seinerzeit von fünf Familien gegründeten Pater-Noldus-Aktion ist ungebrochen. Im Haus der Eheleute Hermann und Maria Hermjohannknecht laufen die Fäden der vielfältigen Hilfe zusammen. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Mail aus Indonesien kommt oder dorthin geschickt wird.

„Die Pater-Noldus-Aktion hat mein und das Leben unserer Familie geprägt“, sagt Rafael Hermjohannknecht (55). Der Speditionskaufmann soll auf Dauer den Vereinsvorsitz von seinem 83-jährigen Vater übernehmen. „Wenn man einmal in Indonesien gewesen ist, weiß man, wofür man sich einsetzt und wie wichtig diese Hilfe ist“, so Rafael Hermjohannknecht. Er kann gut nachvollziehen, dass seine Eltern und die übrigen Familien sich diesem Projekt seit fünf Jahrzehnten ganz und gar verschrieben haben.

Jubiläum wird zweimal gefeiert

Gleich zweimal wird das Jubiläum 2015 gefeiert: Anfang Mai in Indonesien und Ende August bei einigen Veranstaltungen in Avenwedde. So wie Aktive der Pater-Noldus-Aktion (und sonstige Interessierte) nach Indonesien reisen werden, werden vier Monate später Gäste von drüben mit Erzbischof Liku-Ada an der Spitze hier erwartet.

Auch Weihbischof Matthias König aus Paderborn kommt zum Festgottesdienst am 30. August. Zudem rechnet Hermann Hermjohannknecht fest mit einem Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Schließlich ist die Pater-Noldus-Aktion weit bekannt und vernetzt. Der Vorsitzende: „Wir werden bundesweit von vielen Menschen, Organisationen, Verbänden und Bistümern unterstützt. Sonst hätten wir nicht so viel erreicht.“

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 3. Januar.

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