Furioses Finale beim Serengeti-Festival
Bild: Steinecke
Abschied vom Serengeti-Festival: Die Besucher feierten am Wochenenden noch einmal ausgelassen das Open-Air-Fest in Schloß Holte-Stukenbrock. Es war die zehnte und letzte Auflage.
Bild: Steinecke

Die Bands drehen ebenfalls richtig auf. Matschiges Gelände, aufgeweichte Zeltplätze und Regen können der Stimmung nichts anhaben. Die Musiker präsentieren sich am Samstagabend beim letzten Serengeti-Festival von ihrer besten Seite. Feinsten deutschen Hip-Hop gibt es von Fünf Sterne Deluxe. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der HBlockx, der deutschen Rockband aus Münster. Bis zuletzt hatten die Organisatoren des Festivals den Auftritt der Münsteraner geheim gehalten. Bis die Musiker von Fünf Sterne Deluxe auf der Bühne stehen, dauert es eine ganze Weile. Die Fans werden ungeduldig. Endlich stehen DJ Coolmann und die beiden Rapper Das Bo sowie Tobi Tobsen vor dem Publikum. Mit dem ersten Beat des ersten Lieds schälen sie sich aus ihren Puppenverpackungen und stürmen zum Bühnenrand. Sie springen auf die vordersten Boxen und rufen: „Serengeti, wo seid ihr?“ Die Menge befindet sich nach wenigen Tönen im Ausnahmezustand. Hände fliegen in die Luft und wiegen im Rhythmus mit.

Rock von Münsteraner Profis

Was Fünf Sterne Deluxe am zweiten Festivalabend vorlegt, weiß HBlockx noch zu steigern. Der Umschwung von Hip-Hop auf Rock wird von den Münsteraner Profis mit Leichtigkeit durchgezogen. Das Publikum tauscht die wippenden Hände gegen ein Hüpfen. Es wird getanzt, was das Zeug hält. Mitten im Konzert packt Frontmann Henning Wehland zwei Bierflaschen aus und lässt die erste Reihe baden gehen – zumindest einen kleinen Teil davon. Für alle reicht das kühle Nass einfach nicht. Zum Ende des Auftritts werden die Musiker der HBlockx melancholisch. Sie verabschieden sich aus Nordrhein-Westfalen. „Wir feiern in diesem Jahr unser 25-jähriges Bestehen“, ruft Henning Wehland. „Das hier ist unser 2500. Auftritt und unser letzter Auftritt für eine lange Zeit in NRW“, sagt er und fordert von den Fans. „Darum lasst uns jetzt noch einmal richtig ausrasten!“ Die Stimmung ist kaum noch zu steigern. Mit einer eigenen Version von „Ring of Fire“ verabschieden sich die Musiker von HBlockx aus NRW und die Menge lässt sie erst nach einem begeisterten Applaus gehen.

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