Geförderte Wohnungen sind knapp
Gibt es genügend sozialen Wohnungsbau in Schloß Holte-Stukenbrock? Diese Frage stellt sich nach dem Bericht von Monika Geske im Sozialausschuss.

Aber Alternativen auf einem preiswerteren Niveau sind kaum oder gar nicht zu finden. Verwaltungsmitarbeiterin Monika Geske berichtete im Ausschuss für Demografie, Soziales und Integration aus ihrem Beratungsalltag und über die Situation von Familien mit mehreren Kindern auf dem freien Wohnungsmarkt. „Es gibt zwar Wohnungen, aber die sind nicht mehr zu bezahlen“, betonte sie. Ein Problem, das größer wird.

Das spiegelt sich auch im aktuellen Wohnungsbauförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. So hat das Land den Bedarf im Mietwohnungsmarkt für Schloß Holte-Stukenbrock von bislang „niedrig“ auf „überdurchschnittlich“ angehoben. Zurzeit wünschen etwa 100 Haushalte eine Veränderung. Sie sind bei der Stadt als wohnungssuchend gemeldet. 35 von ihnen sind Einzelpersonen. Zudem möchten 28 Vier-Personen-Haushalte umziehen. Preiswerteres suchen außerdem Drei-Personen-Haushalte (16) und Haushalte mit zwei Personen (19).

In Schloß Holte-Stukenbrock gab es zum Stichtag 31. Dezember des vergangenen Jahres 412 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Wobei sich ihre Anzahl seit 1999 (383) und 2009 (374) kaum verändert hat. Zum Vergleich: Im Kreis Gütersloh sank die Anzahl der öffentlich geförderten Mietwohnungen von 1999 bis heute um 30 Prozent.

Kritisch dürfte sich in Schloß Holte-Stukenbrock auswirken, dass von den 412 geförderten Wohnungen zum Ende des Jahres mehr als 70 aus der Sozialbindung fallen, die ein günstiges Mietpreisniveau garantierte. Bei ihnen endet die Frist dafür.

SOCIAL BOOKMARKS