Gerry Weber: Weihnachtsgeld gestrichen
Bild: dpa
Medienberichten zufolge hat der Modekonzern Gerry Weber aus Halle seinen Mitarbeitern kurzfristig das Weihnachtsgeld gestrichen.
Bild: dpa

Diese Maßnahme hatte Ehling, der erst Anfang November Ralf Weber auf dem Posten des Vorstandssprechers beerbt hatte, bereits vor zwei Wochen angekündigt. In einer Betriebsversammlung erklärte er damals, dass aufgrund der Konzernsanierung für die kommenden drei Jahre Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen werden sollen.

Sanierungsplan „nicht denkbar“ ohne Einschnitte

Zudem forderte er den Abschluss eines Sanierungstarifvertrags. So will das Modeunternehmen mehr als 10 Millionen Euro einsparen.

Medienberichten zufolge erklärte Ehling in der Mitteilung an die Belegschaft, dass die Einhaltung des Sanierungsplans „nicht denkbar“ sei, wenn die tariflich festgeschriebenen Leistungen ausgezahlt würden. Im Schreiben hieß es weiter, dass es „harte Ankündigung“ sei. Man bitte jedoch um Verständnis. 

Der Betriebsrat hatte zwar jüngst angekündigt, die Konzernsanierung mitzutragen. Jedoch sei der jetzige Schritt „einseitig ohne vorherigen Dialog“ geschehen, erklärte Manfred Menningen, Verhandlungsführer der IG Metall für die Textil- und Bekleidunsbranche, in einem Zeitungsbericht.

Vor zwei Wochen hatte Gerry Weber erst mitgeteilt, dass 900 Jobs wegen der finanziellen Schieflage wegfallen sollen. Weiterhin sollen weltweit 170 bis 200 Geschäfte geschlossen werden. Derzeit sind 6500 Menschen bei dem Modekonzern angestellt.

SOCIAL BOOKMARKS