Gerry Weber baut Filialnetz rasant aus
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Erfolgsverwöhnt: Gerhard Weber, der Vorstandsvorsitzende des Mode-Konzerns Gerry Weber International AG aus,  legte am Montag rekordumsatzzahlen vor.
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Weber legte bei der Bilanz Pressekonferenz in seinen Düsseldorfer Ausstellungsräumen in der Halle 29 beeindruckende Zahlen vor. Er verwies auf einen Rekordumsatz von 702,7 Millionen Euro (plus 13 Prozent) und einen nie dagewesenen Jahresüberschuss von 67 Millionen Euro (plus 24,2 Prozent).

Und weiter wachsen will das Modeunternehmen vor allem durch den Ausbau der eigenen Handelsaktivitäten (Retail) zum Vertrieb seiner Kollektionen. Der Retailbereich ist im vergangenen Jahr um 25,6 Prozent gewachsen und macht mit 218 Millionen Euro mittlerweile 31 Prozent am Gesamtumsatz aus. Die Umsätze im klassischen Einzelhandel (Wholesale) stiegen um 7,4 Prozent auf 474,2 Millionen Euro.

Weltweit gehören bereits 520 Houses of Gerry Weber und mehr als 2300 Shop-in-Shop-Flächen zum Unternehmen, das dieses Netz auch durch die Zukäufe der vergangenen zwölf Monate weiter ausbaut: Im März 2011 übernahm Gerry Weber die deutsche Modekette Castro mit acht Läden, im November kamen 29 österreichische Don-Gil-Filialen dazu, vor elf Tagen verleibte sich Gerry Weber mehr als 200 Wissmach-Ladenlokale ein. Davon sollen bis zu 25 Läden in reine Gerry-Weber-Geschäfte umgewandelt werden, etwa 100 werden Taifun-Shops, um die jüngere der drei Marken im Unternehmen zu stärken. Dazu kommen Ladenlokale für die Marke Samoon mit Damenmode für Anschlussgrößen.

Der Anteil der Kernmarke Gerry Weber am Gesamtumsatz lag 2010/2011 nahezu unverändert bei 78,3 Prozent. Auf Taifun entfielen 16,6 Prozent, auf die Marke Samoon 5,1 Prozent. „Taifun ist eine Marke auf dem Weg nach vorne mit zweistelligen Zuwachsraten“, erklärte Weber.

Die Übernahme der Wissmach-Kette soll sich bereits im laufenden Geschäftsjahr positiv auf die Umsätze auswirken. Sie wurden für 2011/2012 um 20 Millionen Euro nach oben korrigiert auf 795 Millionen Euro. Weitere Zukäufe schließt Gerhard Weber nicht aus. „Wir haben genügend Geld in der Kriegskasse“, erklärte er kämpferisch. Interessant wäre nach seinen Worten etwa eine Einzelhandelskette, die „internationaler aufgestellt ist als wir“.

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