Geschichten führen durch ganzen Kreis
Bild: Reckeweg
Stellten die 37. Ausgabe des Heimatjahrbuchs vor: (v. l.) Martin Maschke (Kreisheimatpfleger), Friedrich Fischer, Landrat Sven-Georg Adenauer, Friedrich Flöttmann, Ralf Othengrafen, Nicole Kockentiedt, Martin Neitemeier, Dr. Rolf Westheider (Redaktionsmitglieder), Kreis-Pressesprecher Jan Focken und Guido Klinker (Flöttmann-Verlag).
Bild: Reckeweg

Stattdessen ziert eine Wacholderdrossel das Cover. Eine Radtour sei eine Möglichkeit. Sich durch das Heimatjahrbuch zu blättern, ist die vielleicht spannendere.

Zwischen Doku und Anekdoten

Zum 37. Mal erscheint das Buch der Geschichten mit Lerneffekt, die zum Teil geschichtlich-dokumentierend, zum Teil witzig-anekdotisch oder aber persönlich-erzählerisch anmuten.

In vielen Geschäften liegen die Bücher mit dem gelben Vogel vor blauem Hintergrund bereits stapelweise in der Auslage. „Es scheint so begehrt zu sein, dass man da nicht einmal die offizielle Präsentation abwarten konnte“, sagt Landrat Sven-Georg Adenauer mit einem Schmunzeln.

„Brauchen wir das wirklich noch?“

Der Landrat legt ein besonderes Augenmerk auf drei Geschichten des Buches: „Das Spexarder Bauernhaus ist ein Treffpunkt für das kulturelle Leben“, sagt er. „400 Veranstaltungen mit mehr als 20 000 Besuchern sprechen eine deutliche Sprache.“

Auch Friedrich Flöttmann vom gleichnamigen Verlag, der das Werk gedruckt hat, ist von dem Projekt angetan. Das war aber nicht immer so. „Als ich vor etwa 20 Jahren angefangen habe, habe ich mich gefragt: ‚Brauchen wir das wirklich noch?‘“, berichtet er.

Inzwischen habe sich seine Meinung dazu geändert. „Das Projekt ist mir ans Herz gewachsen. Mit der Zeit erkennt man, dass man nicht alles kennt. Und je mehr man kennenlernt, desto mehr merkt man, wie wenig man eigentlich weiß.“

Index listet alle Themen auf, die bisher veröffentlicht wurden

Die Auflage von 3000 Stück werde etwa zur Hälfte verkauft. Einen Teil nehme auch der Kreis Gütersloh ab und versende ihn etwa an andere Kreise, erklärte Kreis-Pressesprecher Jan Focken.

Der Kreisarchivar und Chefredakteur des Heimatjahrbuchs, Ralf Othengrafen, gab Lokalgeschichts-Interessierten noch einen Tipp: „Zu allen Jahrgängen gibt es einen Index, der eine Übersicht aller Themen umfasst, über die bisher geschrieben wurde, und die Zuordnung, in welchem Band der Beitrag erschienen ist.“

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