Gleichstellung beschäftigt Kirchenkreis
Die Arbeit der Frauenhilfe stellte Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen bei der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Halle in Steinhagen vor.

Wie vielfältig die Arbeit der Frauenhilfe im Landesverband heute ist, machte Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen bei der Tagung in Steinhagen deutlich. Erwachsenenbildung, Mutter-Kind-Häuser, Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel und Prostitution: Das Angebot des selbstständigen und gut vernetzten Vereins mit rund 65 000 Mitgliedern – darunter 1000 Frauen aus dem Kirchenkreis Halle – ist breit gefächert.

„Frauenhilfe hat Zukunft“

Dass sich hinter dem Begriff „Frauenhilfe“ mehr verberge als gemütliche Kaffeekränzchen und „das Sammeln gehen für die Diakonie“, machte auch Frauke Brauns als Öffentlichkeitsreferentin des Kirchenkreises deutlich. „Wir wollen die Synodalen über die Frauenhilfe informieren und hoffen, dass sie diese Arbeit auch weiter unterstützen.“ Das Fazit der Beteiligten formulierte Pfarrerin Claudia Bergfeld: „Dieser Verband hat Zukunft.“

Nach verschiedenen Regularien und Jahresberichten diskutierten die 65 Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen unter dem Oberbegriff „Frauen und Gleichstellung“ theologische und spirituelle Angebote. Dabei ging es um Themen wie frauenspezifische Bibelarbeit, liturgische Nacht, Weltgebetstag und Frauengottesdienst sowie um Dekadearbeit (Gewalt an Frauen, Fair Flowers). Computer-Schulungen, Ausstellungen und Exkursionen beschäftigten die Synodalen in Steinhagen ebenfalls.

Familienbegriff diskutieren

Nachhaltig war auch der Jahresbericht des Superintendenten Walter Hempelmann. „Nicht im Schutz der Mauern, sondern draußen vor dem Tor ist die Existenz der Kirche zu suchen“, zitierte er gleich zu Beginn die Jahreslosung. In der aktuellen Diskussion gehe es um einen erweiterten Familienbegriff, zu dem auch eine Stellungnahme der Kirche erwartet werde. Familie sei, wo Menschen generationsübergreifend miteinander lebten und Verantwortung übernähmen, erklärte Hempelmann. Der Superintendent hofft, dass der Gesprächsimpuls der Synode in die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises hineinwirkt.

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