„Glockenblumen faszinieren mich“
BIld: Neitemeier
Im sehenswerten Gartenparadies von Elisabeth Brune an der Versmolder Straße 17 in Borgholzhausen sind 50 verschiedene Sorten von Glockenblumen ein Schwerpunkt. Zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 12. Juli, sind alle Pflanzenliebhaber willkommen.
BIld: Neitemeier

Obwohl das bei manchen Sorten erst auf den zweiten Blick deutlich wird. Für Elisabeth Brune kein Problem. Sie kennt sich aus und weiß, welche Spezies sie gerade vor sich blühen sieht. Schließlich sammelt die 68-jährige Borgholzhausenerin seit ein paar Jahren Campanula, sprich Glockenblumen.

Tag der offenen Tür am 12. Juli

Nicht irgendwelche Kreuzungen aus dem Baumarkt, sondern nur solche mit einer klaren Herkunft und Zuchtlinie. 50, teils durchaus seltene Sorten entfalten inzwischen in ihrem prächtigen Garten hinter dem Hof-Café ihrer Schwiegertochter an der Versmolder Straße 17 ihre Blüten- und Farbenpracht – derzeit unter anderem umgeben von Zwerg-, Busch- und Stammrosen.

Wer diese Vielfalt selbst erleben und genießen will, ist zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 12. Juli, zwischen 11 und 18 Uhr in Borgholzhausen-Oldendorf willkommen. Bei halbstündigen Führungen um 12.30 und 16.30 Uhr stellt Elisabeth Brune ihre Kostbarkeiten vor – von der Campanula punctata Sarastro, ihrer ersten Glockenblume, bis zur neuesten Errungenschaft, der rosafarbenen Campanula punctata Wedding Bells. Punctata – weil im Inneren der Blüte farbige Punkte die Kelchblätter noch anmutiger erscheinen lassen.

50 verschiedene Sorten im Garten

„Ich liebe Pflanzen seit eh und je“, sagt die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft. „Wenn ich im Garten gearbeitet habe, habe ich das Gefühl, dass er noch mehr strahlt“, bringt die 68-Jährige ihre Leidenschaft auf den Punkt. Lange Jahre haben ihr die Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb und die Sorge um die Familie kaum Zeit für den einstigen Bauerngarten gelassen. Doch inzwischen ist daraus ein einzigartiges Blühparadies geworden.

„Im Frühjahr ist alles weiß von Schneeglöckchen. Dann kommen die gelben Narzissen, danach das blaue Vergissmeinnicht und im Sommer die Glockenblumen und die Rosen“, erzählt die Pflanzenliebhaberin nicht ohne Stolz. Aber: „Ich arbeite nicht nur im Garten, sondern ich genieße ihn auch. Beispielsweise wenn ich an meinem Lieblingsplatz sitze oder Gäste unseres Cafés ihre Freude an meiner grünen Oase haben.“

Elisabeth Brune bietet auch Kräuterführungen an

Gleiches gilt, wenn Elisabeth Brune zwischen Mai und September bei Führungen unter dem Motto „Wildkräuter sind Heilkräuter“ so manches Naturheilmittel vorstellt. Denn zwischen allen Glockenblumen, Rosen und anderen Pflanzen finden sich auch Brennnesseln, Spitzwegerich und Beinwellwurzel.

Wie Elisabeth Brune zu den Glockenblumen kam, lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 4. Juli.

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