Gold-Meisterbrief für Wilfried Jansen
Blumen und eine gerahmte Urkunde gab es für den Jubilar: (v. l.) Sandra Kuhlmann, Wilfried Jansen und Andreas Drenkelforth.

Der gebürtige Rheinländer hat vor fünf Jahren im Alter von 68 Jahren Schere und Kamm beiseitegelegt und widmet sich seitdem verstärkt dem Gesang im Männerchor und anderen Hobbys. „Langeweile ist für mich ein Fremdwort“, sagt der Senior.

Nur noch einmal in der Woche packt er Schere und Kamm wieder aus und frisiert noch Verwandte, Bekannte und Freunde. Hätte ihn die Liebe nicht nach Schloß Holte-Stukenbrock verschlagen, würde Wilfried Jansen heute wohl in Amerika seinen Lebensabend verbringen.

Das Reiseziel hatte er als Besucher der Landesmeisterschaften der Friseure in Bochum 1966 noch klar vor Augen. Dort aber lernte er seine spätere Frau Ursula aus Schloß Holte-Stukenbrock kennen und entschied sich, in Deutschland zu bleiben.

1976 übernahm Wilfried Jansen den Friseursalon seines Schwiegervaters Heinz Humpf am Marktweg in der Nähe des Bahnhofs und führte ihn bis 2006. Gelernt hat Wilfried Jansen sein Handwerk in seiner Geburtsstadt Wegberg. „Ich war damals der einzige männliche Auszubildende“, erinnert sich der Jubilar.

Die Meisterprüfung absolvierte er 1961 in Aachen. Seine beruflichen Stationen führten ihn zunächst nach Mönchengladbach, dann in die Niederlande, wo er für den stellvertretenden Vorsitzenden des internationalen Friseurverbands arbeitete. In England sammelte Wilfried Jansen für 15 Monate weitere Berufserfahrungen, danach arbeitete er in der Schweiz.

Das schönste Kompliment habe ihm während seiner Berufszeit die Prinzessin von Liechtenstein gemacht, verrät der Vater zweier Söhne und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sie habe gesagt: „Mir haben ja schon viele Friseure die Haare gemacht, aber Sie machen das mit Abstand am besten.“

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