Gräfin Kerssenbrock erhält Ehrennadel
Bild: Bitter
Die Ehrennadel der Lebenshilfe-Bundesvereinigung heftete Doris Langenkamp vom Bundesvorstand der scheidenden Kreisvorsitzenden Mechtild Gräfin Kerssenbrock aus Harsewinkel ans Revers.
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Doris Langenkamp aus Münster, Mitglied des Bundesvorstands, überreichte die Auszeichnung am Freitag während einer Feierstunde in der Rotunde des Kreishauses.

Sie würdigte die außergewöhnliche Leistung der Gräfin, die zu den Gründern der Lebenshilfe am 24. Januar 1962 im damaligen Kreis Wiedenbrück zählt und danach 24 Jahre als stellvertretende Vorsitzende und zuletzt neun Jahre als erste Vorsitzende besondere Verantwortung trug. Im April folgte ihr Andreas Henke.

Henke begrüßte unter den Gästen den Ehrenvorsitzenden Sparkassendirektor a.D. Rolf Bennewitz, der 1981 als Nachfolger von Annemarie Stieglitz für 25 Jahre den Kreisvorsitz übernommen hatte, die Rolle des Schatzmeisters eingeschlossen. Henke erinnerte dabei nur an den Kauf von Tiemann’s Hof in Harsewinkel 1991 als erste Wohnstätte für geistig Behinderte.

Der Kreisvorsitzende blickte zurück: Die erste Tagesbildungsstätte in der Paul-Gerhardt-Schule in Kattenstroth habe die Pausen so regeln müssen, das ihre Schüler nicht mit den anderen zusammentrafen. An Gräfin Kerssenbrock gewendet, sagte Henke: „Mechtild, Du hast Wunder vollbracht in deiner Grafschaft Harsewinkel. Und wenn die Frauen und Männer der ersten Stunde nicht gestorben sind, dann helfen sie heute noch.“

Als Geschenk für die scheidende Kreisvorsitzende gab es ein Wochenende im Gräflichen Kurpark von Bad Driburg. Kreisdirektorin Susanne Koch hob die jahrzehntelange Bereitschaft von Mechtild Gräfin Kerssenbrock hervor, die Welt zu ändern. Damit habe sie ein Lebenswerk geschaffen. Die Kreisdirektorin nannte die Gräfin eine empathiestarke Frau, die sich einfühlen könne in andere Menschen, und zielgerichtete Managerin, für die der Laden habe laufen müssen, was Wohnstätten und Wertkreis betreffe. Harsewinkel komme dabei immer etwas inklusiver daher als andere Kommunen.

Susanne Koch weiter: „Unser Kreis ist nicht nur wirtschaftsstark, sondern auch sozial stark, weil es Menschen gibt wie Gräfin Kerssenbrock. Wir verneigen uns vor ihrem Lebenswerk.“ Für Doris Langenkamp aus Münster, Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe, besteht das Verdienst von Mechtild Gräfin Kerssenbrock aus Harsewinkel darin, die Arbeit der Lebenshilfe in 33 Jahren professionalisiert zu haben.

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