Größeres Salzlager steht zur Debatte
Bild: Neitemeier
Mit einer neuen Lagerhalle für Streusalz möchte der Kreis auf dem Bauhof in Rheda-Wiedenbrück die Lagerkapazität für Streusalz auf 1000 Tonnen verdoppeln.
Bild: Neitemeier

Gefüttert wird der Energieerzeuger mit Holz, das am Rande der kreiseigenen Straßen und Gewässer an- und abfällt. Von der 140 000-Euro-Investition hat sich der Verkehrs- und Straßenausschusses des Kreises am Donnerstag an Ort und Stelle ein Bild gemacht.

„Die Anlage läuft ohne Probleme“, berichtete der technische Sachbearbeiter Markus Schwarze. Rund 250 Schüttraummeter geschreddertes Ast- und Strauchwerk lagern in der eigens errichteten offenen Halle. Das reicht für ein Jahr.

Bisher wurde das Kleinholz zum Mulchen von Beeten selbst genutzt oder an die Kommunen abgegeben. Bei der Unterhaltung der Straßen und Gewässer fallen sogar noch mehr Hackschnitzel an, als für die neue Bauhofheizung benötigt werden. Der Überschuss wird verkauft. Bei Gaskosten von bisher 17 000 Euro in zwölf Monaten amortisiert sich die neue Anlage in neun Jahren.

Bei seinem Ortstermin wurde der Verkehrsausschuss auch mit Überlegungen der Verwaltung konfrontiert, eine neue Lagerhalle für Streusalz zu errichten. 500 Tonnen können derzeit auf dem Kreisbauhof in Wiedenbrück in einer in die Jahre gekommenen Halle vorgehalten werden. Das war in der Vergangenheit schon mal zu wenig. Und weil es in der jüngsten Saison manchmal kaum Nachschub gegeben habe, habe man teilweise nur noch sehr eingeschränkt streuen können, berichtete Josef Rakel. Sinnvoll sei ein eigener Vorrat von 1000 Tonnen, so der Leiter der Abteilung Tiefbau.

Eine neue Halle errichten oder sich an einem Landespool beteiligen – diese Frage steht im Raum. Ein Neubau für 1000 Tonnen Streusalz würde angesichts der speziellen Anforderungen rund 240 000 Euro kosten. Die Salzvorhaltung beim Land ist aber auch nicht zum Nulltarif zu haben.

In der nächsten Sitzung soll die Verwaltung unter den Aspekten Wirtschaftlichkeit und Verkehrssicherheit Zahlen für verschiedene Varianten vorlegen. Eine Modellrechnung wurde bereits verworfen: Eine neue Halle für 1000 Tonnen Streusalz mit wie bisher angrenzenden Unterstellmöglichkeiten für nur zu bestimmten Zeiten benötigte Fahrzeuge und Geräte würde 360 000 Euro kosten. Rakel: „Das ist nicht realisierbar.“ Auf die Anbauten soll nun verzichtet werden. Für die Saison-Maschinen wolle man sich an anderer Stelle geeignete „Garagen“ suchen.

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