Grüne: Brems wird für Löhrmann nachrücken
Bild: Neitemeier
Am 30. April haben (von rechts) Sylvia Löhrmann und Wibke Brems noch gemeinsam Wahlkampf in Gütersloh gemacht. Die grüne NRW-Spitzenkandidatin will in absehbarer Zeit auf ihr Mandat verzichten. Wibke Brems würde dann für sie in den Landtag nachrücken.
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Das hat die Spitzenkandidatin der NRW-Grünen nach der Niederlage ihrer Partei am Sonntag vor einer Fraktionssitzung am Dienstag angekündigt. „Für mich ist klar, dass ich in absehbarer Zeit auf mein Mandat verzichte, damit der Neuordnungsprozess der Fraktion gut vonstattengehen kann", sagte die noch amtierende Schulministerin in Düsseldorf.

Verzicht auf Mandat „in absehbarer Zeit“

Damit wäre der Weg für die seit 2010 im Landtag sitzende Wibke Brems aus Gütersloh frei. Die 36-jährige Elektrotechnik-Ingenieurin, die auch Vorsitzende der Grünen in Ostwestfalen-Lippe ist, würde für Sylvia Löhrmann, mit der sie am 30. April noch gemeinsam in Gütersloh Wahlkampf gemacht hatte, wie schon 2010 und 2012 über Reservelistenplatz 15 ins Parlament nachrücken. Bislang hatten nur die ersten 14 auf der Liste platzierten Grünen-Politiker einen Sitz im Landtag. Für den Wechsel gebe es noch kein genaues Datum, sagte Landtagsfraktionssprecher Jan Miebach der „Glocke“. Es seien noch einige Fragen zu klären. Wibke Brems sei in den Prozess aber eingebunden, so Miebach.

Reservelistenplatz 15 zieht für Gütersloherin erneut

Bereits am Wahlabend war im Kreishaus Gütersloh darüber spekuliert worden, dass die knapp gescheiterte Brems, die auch im Stadtrat Gütersloh sitzt, durch einen nicht unwahrscheinlichen Verzicht anderer Mandatsträger doch noch ihre Arbeit in Düsseldorf fortsetzen könnte. Einen beruflichen Plan B für den Fall ihres Scheiterns hatte die Gütersloherin nicht. Zu einer Stellungnahme war die 36-Jährige am Dienstag nicht zu erreichen.

Energie- und Umweltschutz zentrale Themen

Brems war zuletzt Sprecherin für Klimaschutz und Energiepolitik der grünen Landtagsfraktion. Sie saß in den Ausschüssen „Bauen, Wohnen und Verkehr“, „Wirtschaft und Energie“ sowie „Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“.

Die im Landtag noch mitregierenden Grünen hatten bei der Wahl am Sonntag landesweit nur 6,4 Prozent erhalten – ein Verlust von 4,9 Prozentpunkten. Von den bisher 29 Sitzen im Landtag waren nur noch 14 geblieben.

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