Grüne leben Bürgerbeteiligung
Mehr Grün für den Kreis Gütersloh: Den Slogan wollen unter anderem (v. l.) Birgit Niemann-Hollatz, Wibke Brems, Thorsten Schmolke, Helga Lange, Wahlkampfmanager Sebastian Kusche und Detlef Gohr mit Leben füllen.

Herausgekommen ist ein Paket, das sowohl die ureigenen Anliegen der Partei als auch lokale Aspekte beinhaltet. Und damit wollen die Grünen zur Kommunalwahl punkten. „Mehr Grün für den Kreis Gütersloh“ lautet der Slogan. Eine Aussage, die sich gern auch im Ergebnis am 25. Mai niederschlagen kann, sind sich die Grünen einig. Die tatsächlichen Ziele: „Wir hoffen auf ein Ergebnis wie 2009“, so Lange. Bei der damaligen Kommunalwahl lag die Partei kreisweit bei 11,3 Prozent und hat sich sieben von 61 Sitzen im Kreistag gesichert.

Einbindung von Gruppen

Mit der Einbindung von Bürgern bei der Ausarbeitung des Programms weisen die Grünen auf ein Anliegen hin, das in dem Papier ausgewiesen ist: „Das Kreisinformationssystem soll stärker zu einer Kommunikationsplattform ausgebaut werden“, sagte Lange. Ein Weg, die Menschen mehr für die Politik im Kreis zu begeistern, ist sie sicher. Auch in der Ausschussarbeit können sich die Grünen eine vermehrte Einbindung von sachkundigen Dritten vorstellen. „Beispielsweise von Eltern- oder Schülervertretern im Schulausschuss“, erklärt Thorsten Schmolke (Listenplatz zwei). In Sachen Klimaschutz und Energiewende bleibt das Ziel, auf Dauer ein energieautarker Kreis zu werden – unter Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energien. „Eine Herzensangelegenheit ist die Reaktivierung der TWE-Strecke Harsewinkel, Gütersloh und Verl“, so Wibke Brems zum öffentlichen Nahverkehr, der mit der Energiewende ausgebaut werden soll.

Keine Gentechnik und kein Fracking 

Ressourcenschonung sei durch sparsamen Flächenverbrauch auch im Kreis Gütersloh notwendig, sagt Schmolke. „Wir werden ja auf die Jahre nicht mehr Menschen“, so der Grüne aus Werther. Beim Flughafen will die Partei Ökologie und Ökonomie auf einen Nenner bringen: „Es sind bereits genug Flächen bebaut, die man nutzen kann“, hat Schmolke kein konkretes Konzept vor Augen. Ein „großes Stopp-Schild“ wollen die Grünen vor die Gentechnik und das Fracking im Kreis setzen.

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