Gymnasiasten setzen 1600 Eichen
Zwischen 8 Uhr und 12.30 Uhr machten sich rund 60 Gymnasiasten aus zwei Klassen ans schweißtreibende Werk. Insgesamt 1600 kleine Eichensetzlinge mussten ins Erdreich.

Damit die Schüler beim Pflanzen der Setzlinge alles richtig machen, war Christoph Wiegand vom Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe mit von der Partie. Seine Anleitung lautete kurz gefasst: „Pflanzplatz räumen, Pflanzloch graben, Pflanze einpflanzen und mit der Hacke gut festtreten.“

Biologie-Lehrerin Ute Gehle motivierte ihre Zöglinge: „Los geht’s, an die Arbeit!“ Zwischen 8 Uhr und 12.30 Uhr machten sich rund 60 Gymnasiasten aus zwei Klassen ans schweißtreibende Werk. Insgesamt 1600 kleine Eichensetzlinge mussten ins Erdreich. Die Idee zu der Aktion kam von der Schülerin Malina Nagossek, als sie sich zur Klimaschützerin ausbilden ließ.

Sie und ihre Kameraden bemühten sich bei unterschiedlichen Projekten um die Finanzierung die Setzlinge. „Wir haben uns am Tag der offenen Tür als Bäume verkleidet und Geld gesammelt“, berichtete beispielsweise Artur Razskih (14). Gemeinsam mit anderen Schülern hatte Martin Grune eigens ein Logo entwickelt. „Unser Ziel war es ursprünglich, 450 Bäume zu pflanzen. Aber unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden“, sagte Ute Gehle.

Unterstützung gab es auch von der Stadt und der Biologischen Station Senne. Die Forstbeamten und die Biologische Station leisteten die Vorarbeiten, indem sie die von der Stadt zur Verfügung gestellten Flächen so herrichteten, dass sie bepflanzt werden konnten. Außerdem wurde ein Zaun aufgestellt, um die zarten Setzlinge vor Damwild zu schützen.

Übrigens: In etwa 140 bis 180 Jahren werden diese Bäume so weit sein, dass ihr Holz verkauft und für unterschiedliche Zwecke genutzt werden kann. Damit sie möglichst astfrei und somit zu hochwertigerem Holz heranwachsen, sind die Abstände zwischen 1,50 Metern und 2 Metern gewählt.

Biologie-Lehrerin Ute Gehle berichtete, dass die Eichen dort gesetzt wurden, wo es bislang nur eine Kiefern-Monokultur gab. „Mit dieser Aktion wird der Wald auch ökologisch aufgewertet“, betonte Markus Rübsam vom Regionalforstamt Ostwestfalen Lippe.

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