Handwerksmeister ausgezeichnet
Bild: Bitter

Die Kreishandwerkerschaft Gütersloh ehrte während einer Feierstunde im Wiedenbrücker Hotel „Sonne“ die Frauen und Männer, die vor 60 und 50 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt hatten, mit Diamantenen und Goldenen Meisterbriefen.

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 Hinzu kommen Annette Brockmann und Rita Erlenkötter, seit einem halben Jahrhundert Friseurmeisterinnen. Zwei goldene Meisterbriefe gingen an noch amtierende Obermeister, und zwar Stefan Petermeier von der Innung der Zimmerer und Hermann Uekmann von der Metallbauer-Innung.

Mit dem Diamantenen Meisterbrief wurden ausgezeichnet: Bäcker Erich Meier (Gütersloh), Elektroinstallateur Alfons Deitert (Herzebrock), Gas- und Wasserinstallateur Heinrich Reckmeyer (Gütersloh), Karosserie- und Fahrzeugbauer Edmund Klinke (Verl), Maler und Lackierer Friedrich Bökenkamp (Halle), Tischler Rudolf Landwehr (Verl) und Werkzeugmacher Reinhard Henrichs (Schloß Holte-Stukenbrock). Mit einem Blumenstrauß bedankte sich die Kreishandwerkerschaft bei dem früheren Direktor der Innungskrankenkasse, Claus Hunke. Er habe während seines Ruhestands junge Betriebe aufgesucht, ihnen erläutert „wie Handwerk geht“ und so zur Mitgliederwerbung für die Kammer beigetragen, lobte Georg Effertz, selbst Obermeister der Innung für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik.

Er begann seine Rede mit „Gott segne das ehrbare Handwerk“ als Hinweis auf die Verknüpfung von Moral und Beruf. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister betonte, überall tauche das Wort „meisterlich“ auf. Selbst die Bundeskanzlerin werde häufig mit dem Attribut des Handwerks gewürdigt. Während der Sportler seine Disziplin habe, müsse der Meister im Handwerk alles können: Sein Fach beherrschen, Paragraphen kennen, einen Betrieb wirtschaftlich führen und mit Menschen umgehen.

Effertz: „Was uns besonders auszeichnet, ist die Menschenführung mit dem Ziel, in der Lehre auf die Gesellschaft vorzubereiten.“ Hinzu komme, dass der Meister heute auf die Universität wechseln könne. Mit Blick auf die vielen jungen Flüchtlinge meinte der Sprecher: „Wenn sie sich an unsere Kultur anlehnen und dann eine Ausbildung wollen, sollten wir sie meisterlich ausbilden.“ Den geselligen Teil übernahm der Stadtführer und exzellente Kenner des historischen Wiedenbrücks, Christoph Beilmann.

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