Hanky Panky eröffnet am 18. Januar
Fiebert dem Comeback seiner Kneipe entgegen: Maik Dreisvogt, der von Geldgebern dazu überredet wurde, es noch einmal in der Gastronomie zu versuchen.

Und dazu gehört auch Table Dance. Geschäftsführer Maik Dreisvogt (41) ist sich sicher, die gastronomische Szene in Schloß Holte-Stukenbrock mit einem Erfolgskonzept zu bereichern.

Die Zuversicht basiert auf Erfahrung. Denn der Wirt hat bis 2007 zwölf Jahre lang in Bielefeld-Altenhagen eine ähnliche Kneipe betrieben. Auch sie hieß Hanky Panky, was im Englischen so viel wie Techtelmechtel bedeutet. Vollmundig verkündet Maik Dreisvogt nun: „Eine Legende kehrt zurück.“

Zum Konzept gehören unter anderem Karaokeshows (erster und dritter Freitag im Monat), Live-Musik (erster und dritter Samstag), Table Dance „für sie und ihn“ (zweiter Freitag sowie zweiter und vierter Samstag) und amerikanisches Armdrücken (fünfter Freitag). Auch die Speisenkarte wird amerikanisch geprägt sein. Geöffnet wird an jedem Tag der Woche. Immer sonntags besteht die Gelegenheit zum Brunch. Außerdem wird Fußball gezeigt.

Die beiden Eröffnungsabende im Hanky Panky am 18. und 19. Januar sind nach Angaben von Maik Dreisvogt so gut wie ausverkauft. Am Freitag sorgt Captain Candy für die Musik, am Samstag ist es Andy Lee. „Wir haben uns für eine Eröffnung mit Eintritt und Vorverkauf entschieden, weil wir sonst vermutlich überrannt worden wären“, sagt Maik Dreisvogt.

Das alte Hanky Panky habe 2000 bis 3000 Stammgäste gehabt. Das Einzugsgebiet sei riesig, die Gäste kämen aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern. „Deswegen ist die Lage an der Autobahn auch ideal“, betont Maik Dreisvogt, der in Rheda aufgewachsen ist und in Gütersloh-Isselhorst lebt. Außerdem werde am Kreuzkrug durch laute Musik niemand gestört.

100 bis 120 Sitzplätze wird das neue Hanky Panky haben. Im Verlauf des Jahres sollen ein Hotel mit zehn Betten sowie ein riesiger Biergarten mit 400 Plätzen und Außenbühne hinzukommen, wie Maik Dreisvogt erläutert. Seine Ehefrau Elwira und seine Tochter Anett, eine gelernte Gastronomiefachfrau, werden in den Betrieb einsteigen. „Ohne Familie ginge das gar nicht“, sagt Maik Dreisvogt, der dem Comeback seiner Kneipe entgegenfiebert.

Er musste allerdings dazu überredet werden, wie er freimütig zugibt. Zwei Geldgeber, die anonym bleiben wollen, finanzieren den Start und den Umbau der Immobilie. Der Pachtvertrag mit Inhaber Siegfried Kersting läuft zunächst fünf Jahre. Dazu gibt es die Option auf weitere fünf Jahre. Einer der Geldgeber habe ihn „nach und nach einfach heißgemacht“, sagt Maik Dreisvogt. Nun reize es ihn, sich noch einmal zu beweisen. „Ich will zeigen: Wenn das Konzept stimmt, kann man auch heute noch in der Gastronomie was erreichen.“

Für Maik Dreisvogt ist das Hanky Panky ein „rustikaler Laden, aber keine Country- und Westernkneipe“. Bei der Musik und den Live-Bands werde es vornehmlich rockig zugehen, wobei einzelne Country-Konzerte nicht ausgeschlossen seien. Von Beginn an wird das neue Hanky Panky rauchfrei sein – im Vorgriff auf das Rauchverbot ab Mai.

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