Helene Fischer erobert Halle im Sturm
Bild: Poetter
Beeindruckte mit abwechslungsreichen Songs und teils gewagten Griffen in den Kleiderschrank: Helene Fischer im Gerry-Weber-Stadion.
Bild: Poetter

Eine tolle Stimme und eine charmant-ungezwungene Art, gepaart mit professioneller Bühnenpräsenz: Die 26-Jährige, deren Bilderbuchkarriere nicht (nur) auf Glück und Zufall, sondern auf einer soliden dreijährigen Ausbildung in Gesang, Schauspiel und Tanz beruht, präsentierte sich in Bestform. Erstmals wurde Helene Fischer nicht nur von ihrer Band, sondern auch von einem großen Orchester aus dem weißrussischen Minsk und einer Tanzgruppe begleitet. „Damit geht auch für mich ein Traum in Erfüllung“, erklärte sie und versprach dem Publikum einen unterhaltsamen Abend mit vielen Überraschungen.

Auf ihre Frage ins Stadion „Wer ist denn heute zum ersten Mal bei einem Helene-Fischer-Konzert?“ gingen etwas weniger als die Hälfte der Hände hoch. Die Zahl ihrer Bewunderer scheint, nicht zuletzt durch ihre Fernsehauftritte, gewachsen zu sein. Eigene Lieder, neu arrangiert, Coversongs und Musicalmelodien – Helene Fischer stellte auch an diesem Abend ihre Vielseitigkeit unter Beweis.

Dass sie dabei mit immer neuen Outfits überraschte, gefiel nicht nur dem weiblichen Publikum. Ob in einer lila Robe mit Tüllrüschen, im engen roten Kostüm nach Kosakenart zum „Russischen Medley“, in weißen Hotpants, als Rockerbraut („Who wants to live forever“) oder in einem unerwartet schrägen Lady-Gaga-Outfit zu „Pokerface“: Die Interpretin machte stets bella figura.

Die besondere Stärke von Helene Fischer ist jedoch der Musicalbereich. Bei Songs wie „Big Spender“ aus „Sweet Charity“ und dem ans Herz gehenden „Memory“ aus Andrew Lloyd Webbers Kultmusical „Cats“ wuchs die Sängerin geradezu über sich selbst heraus. Dafür gab es stehende Ovationen. Restlos aus dem Häuschen waren die Besucher jedoch, als die Echo-Preisträgerin ihre Hits servierte: „Mitten im Paradies“, „Und morgen früh küss ich dich wach“ und „Hundert Prozent“. Lieder wie diese wollten ihre Fans ohne Ende hören: „What a wonderful world“.

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