Hilfsbereiter Autofahrer ausgeraubt

Die Polizei warnt davor, in Auf- und Abfahrten und auf Autobahnen anzuhalten, um Menschen mit vermeintlichen Notfällen Hilfe zu leisten.

Gegen 12.30 Uhr befuhr der Mann mit seinem Auto die Auffahrt Sennestadt in Richtung Hannover. Am Fahrbahnrand bemerkte er einen mit eingeschalteter Warnblinkanlage abgestellten BMW mit Berliner Kennzeichen. Da er eine Notsituation annahm, stoppte der Schloß Holte-Stukenbrocker und sprach den BMW-Fahrer an.

Der bat um Geld für die Fahrt nach Berlin. Sein Tank sei leer. Nachdem der 57-Jährige dem Mann 70 Euro ausgehändigt hatte, riss der ihm die Geldbörse aus der Hand und entnahm weitere 300 Euro. Anschließend habe der BMW-Fahrer „in bedrohlicher Art und Weise“ mit einer Schusswaffe hantiert, schildert die Polizei schildert.

Schließlich stiegt der Mann in seinen Wagen und entfernte sich mit einer Begleitperson und der Beute in Richtung Dortmund. Das Kennzeichen des BMW ist der Polizei bekannt. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Die Polizei warnt davor, in Auf- und Abfahrten und auf Autobahnen anzuhalten, um Menschen mit vermeintlichen Notfällen Hilfe zu leisten. Die Kriminellen gäben vor, eine Panne oder anderweitige Probleme zu haben. Sie wedelten dazu mit Benzinkanistern, Straßenkarten oder Abschleppseilen. Halte ein hilfsbereiter Autofahrer an, werde er mit blumigen Geschichten umgarnt, warnt die Polizei. Der Kern der Geschichte sei immer gleich – man benötige Bargeld.

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