Hilfstransport: Generalkonsul packt an
Allerlei Hausrat soll die Not in Montenegro lindern helfen. Die Hilfslieferung aus Deutschland umfasst auch Kleidung. In der Mitte Montenegros Generalkonsul Erwin Ibrahimowitch, der beim Beladen des Lastwagens mit anpackte.

Derzeit sei wieder ein Lastwagen mit knapp 17 Tonnen Hilfsgütern unterwegs, sagt Osman Destanovic von dem Gütersloher Verein. Ziel sei diesmal das Gebiet von Sandzak in Montenegro, erklärt der Mann aus der Kreisstadt. Seine Organisation mit rund 500 Mitgliedern in Deutschland hat in der Vergangenheit die Landsleute im Kosovo – die Bosniaken sind eine der drei großen ethnischen Gruppen im Land – vor allem finanziell unterstützt, während der von Georg Winkler geführte Verein Familien in Not langjährige Erfahrungen mit Hilfstransporten hatte. Beide Seiten profitieren nun voneinander.

Kleidung, Hausrat und vieles mehr für Menschen in Not

Nutznießer sind vor allem arme Menschen auf dem Balkan sowie Schulen, Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen, denen es oftmals am Nötigsten fehlt. So umfasst die für Montenegro bestimmte Ladung Rollatoren, Rollstühle, Pampers, weitere medizinische Geräte und viele Betten, die vom Krankenhaus in Ahlen zur Verfügung gestellt worden sind.

Ferner mit an Bord sind laut Destanovic rund 100 Computer für Krankenhäuser und Schulen sowie kistenweise Backwaren, die von einem Unternehmen aus Borgholzhausen gesponsert wurden. Hinzu kommen Kleidung und allerlei Hausrat, allesamt über die Gütersloher Tafel bereitgestellt. Destanovic („Wir sind dankbar für jede Unterstützung“) lobt in diesem Zusammenhang besonders das Engagement von Niels Böttner, Peter Ablass und Andrea Kattenstroth.

Weitere Unterstützung willkommen

Dass der Transport überhaupt zustande gekommen ist, haben die Organisatoren auch Erwin Ibrahimowitch vom Generalkonsulat von Montenegro in Frankfurt zu verdanken. Er hatte von den Aktivitäten im Kreis Gütersloh erfahren und seine Unterstützung angeboten. Und das gleich in doppelter Weise: Ibrahimowitch finanzierte nicht nur den Transport, sondern half vor wenigen Tagen auch persönlich beim Beladen des Lastwagens.

„Wo wir helfen, ist egal. Wichtig ist nur: Die Hilfe kommt an.“ Diese Devise von Georg Winkler wird mit diesem Transport einmal mehr unter Beweis gestellt. Interessierte Mitmenschen sind aufgerufen, ihn und Destanovic zu unterstützen.

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